skip to main |
skip to sidebar
Dösend betrachtete ich das Bild hier über meinem Sofa und stellte fest, dass es mir ganz gut gefällt. Mit Franky damals in Lissabon. Franky hatte einen Termin bei einem portugiesischen Booking-Agenten, und ich checkte bei Lidl, was die Erdnüsse kosten. Sie hatten in Lissabon dieselben oder gleichen wie wir daheim im Club. Folge der Globalisierung. Böse Zungen behaupten ja gern, unser Herr Kröch sei immer zu faul, Erdnüsse einkaufen zu gehen, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Nebenbei stromerte ich durch die Straßen und machte Fotos im Niesel des frühen Dezembers. Im Hintergund das "Lux", wo wir später Dust Galaxy sahen – an jenem Abend die beste Band der Welt. +++ Im Club heute ab 18:00 Uhr Augsburg gegen Nürnberg und anschließend gemütliches Beisammensein. Unser eigenes Training heute fällt sicherlich aus: Teile der Mannschaft wirkten im Club neulich recht unkonzentriert, so dass sie sich an unsere Verabredung gar nicht erinnern werden. +++ Apropos unkonzentriert: Wer ist denn gestern auf Strümpfen raus?! Im Club steht ein Paar weiße Leinenturnschuhe herum, das gerade noch getragen scheint. Damentennis, schätze ich mal. Foto: "Lissabon – mais uma Imperial!" © KvK, 2006
Sie sahen aus wie Spion und Spion früher in Mad. Die sich gegenseitig immer in die Luft sprengen. Der eine schwarz, der andere weiß: Laser Girl und Mario Unterhuber gestern im Club. Auf dem Foto allerdings King Khan und Mario Unterhuber am Montag im Club. +++ Gestern Nacht eröffnete Nam seinen neuen Laden in der Weserstraße, das "Suzie Wong". Verstanden hatte ich erst "Suzie Wrong" – und dachte, komischer Name. Die Leute tranken wie die Tiere, und Jimmy Woo musste zum Spätkauf, Bier nachkaufen. IM Sound thronte souverän hinter dem Mischpult und die gereichten Baby-Frühlingsrollen kamen im rechten Moment. "Ein gelungener Laden", sagte ich zu irgendwem. +++ Im "Kindl-Eck" schräg gegenüber wurde Uschi hinter dem Tresen von einer ungeahnten Menge junger urbaner Menschen überrollt – das Entsetzen stand ihr ins Gesicht geschrieben. Meine Lieblingsfotografin M. stahl eine Boulette für mich aus der Küche, an der ich mich beinah erbrach. Ich kam mir vor wie bei Max und Moritz, und am Ende würde man uns in die Getreidemühle werfen und die Hühner fräßen uns auf. Bei Uschi war's sehr authentisch, auch wenn man "authentisch" gar nicht mehr sagt. Heute im Club: DJ Sport. Handyfoto: King Khan © privat, 2010
Leer gefegt. Kaum Autos unterwegs. Zwei junge Frauen und ein Typ essen schlendernd Eis. Cornetto Erdbeer, Cornetto Nuss. Vielleicht. Die eine sagt: "Wollen wir noch einmal durch das Wohngebiet gehen, wo wir gerade waren? Die dort lebenden Menschen … " – dann sind sie an mir vorbei. Morgen Abend legt Laser im Club auf, am Sonnabend DJ Sport. Vielleicht geht's am Sonnabend aber auch mal in den Club 39 – da liest Detlef Kuhlbrodt, Mittelfeldregisseur des Club-49-All-Star-Teams aus seinem Buch "Morgens leicht, später laut". Apropos Straßenfeger: Gestern stoppte mich die attraktive Frau aus dem Hochparterre: "Komm mal her!" Sie drückte mir ein DHL-Päckchen in die Hand. "Das liegt bestimmt schon ein Dreivierteljahr bei mir rum." Konnte mich gar nicht mehr erinnern, 52 Folgen "Percy Stuart" auf DVD bestellt gehabt zu haben. P.S.: Jetzt hab ich mich doch grad noch überreden lassen, heute im Club Nürnberg zu zeigen. Checkt es aus. Flyer: Sport © Eric Ferranti, 2010
Es gibt sie also doch noch. In Zeiten von "mein Brruder hat Handy" bin ich die letzten Jahre immer achtlos an ihr vorbei gelaufen wie an einem Requisit aus den Kindertagen der Telekommunikation: Wenn die O2-Faschos aber die Leitung gekappt haben und ein Feiertag steht unverhofft vor der Tür, muss man die Getränke-Bestellung halt von der Telefonzelle aus machen – sonst gibt es am Vater- bzw. Herrentag erstmal kein Bier mehr im Club. +++ Später lief mir Neu-Gastronomin Susanne H. über den Weg und meinte, ich könne auch aus ihrem "Baba Berlin" telefonieren. Beim Auswischen des eingefrorenen Kühlschranks bekam sie hinter dem Tresen schön eine geflattert, dass ich foh war, dass sie noch lebte. +++ Gestern im Club meinte der Uhu, am Montag sei King Kahn dagewesen. Im Club. Ich fragte verdutzt: "Oliver Kahn?!" – und dachte, der würde mir jetzt beim Watson-Cup in Schöneberg den Platz zwischen den Pfosten streitig machen. Aber King Khan, wie er sich schreibt, ist kein Fußballer, sondern ein Musiker aus New York, der wohl schon was mit Lou Reed zusammen gemacht hat. Nie von ihm gehört, aber der Uhu sagt, der sei jetzt ganz dicke mit seinem Zwillingsbruder, dem anderen Uhu. +++ Endlich mal bei Doktor Handy gewesen. Der stellte fest, dass mir O2 seinerzeit einen total beknackten Vertrag übergeholfen hatte und wir den jetzt kündigen. +++ Heute Abend im Club: Tanz in den Vater- bzw. Herrentag. Ohne DJ. Dafür Le Kröch selber am Hahn. Foto: Telefonzelle im Kreuzberger Admiral-Ghetto © KvK, 2010
Auf die Gefahr hin, von unserer Nürnberger Community aufs Dach zu bekommen, werde ich am Donnerstag keinen Fußball übertragen – bin irgendwie grad Fußball-müde. Drücke den Clubberern die Daumen, aber 20:30 Uhr am Donnerstag Abend ist mir zu viel des Guten. Da müsst ihr dann halt in die Weiße Taube. +++ In der U-Bahn heute eine Keule auf den Kopf bekommen: Das Touristenpärchen auf dem Sitzplatz gegenüber überlegte hin und her, am Ku'damm etwas essen zu gehen. Nur so'ne Kleinigkeit, meinte sie. Ich überlegte, wie das Leben wohl verlaufen wäre, hätte es mich einst nach Heidelberg verschlagen und nicht etwa in die Frontstadt West-Berlin. Auf jeden Fall anders, nehme ich an. Vielleicht entspannter. Im Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche spendete ich zwei Euro für den Frieden in der Welt und zündete eine Kerze an – das hatte ich noch nie gemacht. +++ Freitag Abend am Plattenspieler DJ Laser und am Samstag DJ Sport am Laptop – passend zum DFB-Pokalfinale zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern, das wir zuvor ab etwa 20:30 Uhr übertragen. Ich denke, das ist an Fußball genug für diese Woche. Foto: Olympiastadion München © KvK, 2008
Erstaunlich, wie wenig man von einem Spiel mitbekommen kann, wenn man live im Stadion dabei ist: Bier holen, Bratwurst essen, Kippen schnorren ("sind zwar keine deutschen – aber Hauptsache, es qualmt") und so fort. Aber schön war's auf jedensten. Besonders stolz war ich übrigens, als einziger am Eingang nicht bis in die Unterwäsche gefilzt worden zu sein: "Sie können durchgehen!" Fotos gibt es leider keine, weil Hardy und ich unter den 75.000 Zuschauern die einzigen beiden Loser ohne Handy mit Kamerafuntion waren. Bayern München wurde als Deutscher Meister gekürt, und das war's jetzt erstmal mit Bundesliga-Fußball in der Hauptstadt. +++ Heute fängt eine neue Woche Alltag an – und mal schauen, was wieder alles für'n Mist passiert. Irgendwas ist immer. Foto: Olympiastadion München © KvK, 2008
Was für den Laien im Club gestern aussah wie ein heimlicher Flirt mit auf Zettelchen gekritzelten Botschaften, war knallhartes Guerilla Booking in Zeiten von E-Mail und SMS: Zur Fète de la Musique am 21. Juni werden "Spit & Sawdust ", Neuentdeckung des Jahres, ein weiteres Mal die Plattenspieler im Club aufbauen. Vielleicht auch davor; mal schauen, wie das Wetter wird. Ein Urgestein dagegen und seit neuestem am Laptop unterwegs: Heute Abend DJ IM Sound. Nächste Woche dann geben sich Laser Girl und DJ Sport die Klinke in die Hand. +++ Interessiert das eigentlich niemanden mit dem Pinguin -Turnier zu Pfingsten? Dachte, ein Jubelsturm bricht los. Sogar unsere wie-geil-sind-die-denn-Trikots gehen schon in Produktion. +++ Morgen der letzte Bundesligs-Spieltag im Club. Während der Le Kröch im Olympiastadion zuschaut, wie dem neuen Deutschen Meister die Schale überreicht wird, öffnet Sabine-Sabine stellvertretend die Türen so gegen kurz vor drei. Seid dabei! Foto: Autowerbung 1998 © KvK, 2009
Das club49-All-Star-Fußball-Team ist für den Watson-Cup vom Pinguin Club in Schöneberg vorgemerkt. Ist mit 16 Mannschaften eigentlich schon voll, aber irgendwer geht erfahrungsgemäß bis dahin immer noch verloren, sagen sie. Im echten wie im wahren Leben. +++ Gestern war Du-Guut-Maahn im Club. Kurz vor Feierabend stand er winkend vorm Fenster und kam rein. Er meinte, ich sei guut, Maahn. Er wollte ein Bier, und diesmal bot er mir sogar Geld dafür. Legte einen Schein auf den Tresen – fünf Euro. Ich sagte, er sei auch guut, Maahn, aber das mit dem Bier könne er vergessen. Der Zug sei abgefahren. Winkend verabschiedeten wir uns. Foto: Autowerbung 1989 © KvK, 2009
"Das Büro", E-Mail-Verteiler um Experimental-Akustiker Henrik Schröder, vermeldet heute, die Kneipe "Fuchs und Elster" vom Reuterplatz verkaufe beim 1. Nowkoelln-Flohmarkt nächste Woche liegengebliebene Winterklamotten. Die Idee ist nicht schlecht. Könnte auch mal unseren Keller ausmisten: Die Reisetasche mit den Dias und japanischen Büchern zum Beispiel liegt nun schon seit über vier Jahren da rum. Aber kaum wären die Fundsachen unters Volk gebracht, kommen bestimmt die Besitzer ums Eck und verklagen mich. +++ Nina vom "Soul Cat" fragte mich, ob ich den Schöneberger Polar Pinguin kenne. Der veranstalte demnächst ein Fußballturnier. Ich sagte, dass ich vor knapp zwanzig Jahren selber kurz mal in deren Diensten gekickt hab. Allerdings war die Nummer Eins fest vergeben und da hatte die Katze Kröch dann irgendwann keen Bock mehr. Zahlendes Mitglied war ich trotzdem noch eine ganze Weile. Ich check mal aus, ob man sich dafür noch anmelden kann. Termin ist Pfingstsonntag, halb zehn (morgens). Foto: Herbst im Harzer Vorland © KvK, 2009
Alles neu macht der Mai: Klappstuhl im Taxi auf und davon, Handy im Arsch, Netzteil vom Laptop verbummelt. Um nur die unwichtigen Fehlschläge der letzten Tage zu nennen. Mustafa bot mir für 25 € ein nagelneues Mobiltelefon der Marke "LG" an, wobei mir ein original doofer Satz raus rutschte: "Echt, hast du Handy?!" Hat aber niemand bemerkt. Doof auch, dass man mit meinem neuen Mobiltelefon der Marke "LG" überhaupt keine Bilder machen kann. Deshalb erstmal keine Handyfotos mehr. Freitag IM Sound. Foto: Hamburg, Meer aus Tränen © KvK, 2010
Bis gegen halb acht saßen wir träge vorm Club in der Sonne und fragten uns, was wohl aus dem angekündigten Demontrationszug geworden sei. Dann tauchte er auf einmal am Horizont Hobrechtbrücke auf und die schwarze Welle einer unfassbar großen Menschenmenge rollte bedrohlich grollend auf uns zu. Weedman nannte mich einen Feigling, als ich den Rollladen herunter ließ, und tatsächlich zog der nicht enden wollende Zug vollkommen peaceful und stressfrei an uns vorüber und umspülte meinen kleinen Biergarten samt Gästen, wie eine buddhistische See eine Insel im Pazifistischen Ozean umspült. Erst später am Abend wurden Tische und Stühle als Wurfgeschosse benutzt, um vorbeifahrende Taxis unter Beschuss zu nehmen. Weedman rettete unter Einsatz seiner Gesundheit die Sachen ins Haus. Ein Stuhl fehlt seitdem. Vielleicht hat er sich eine Kurzstrecke genommen. Volker Hauptvogel (im Bild links der mit der Beck's-Flasche) meinte früher am Abend, in der Reichenberger oder so hätte ein Polizist einen Hund erschossen, aber sonst sei alles ruhig. +++ Noch früher, am Mittag kurz vor der Expertenrunde, war ich mit Hardy am "Chappinski" vorbei geschlurft, um spontan zur Eröffnung zu gratulieren. Da wurde Chappi himself gerade in einen Krankenwagen verfrachtet und mit Blaulicht davon gefahren. Ich dachte, oh, Gott, jetzt hat er einen Herzinfarkt oder Nervenzusammenbruch. Zum Glück hatte er sich in der Küche aber nur ein Stück vom Daumen abgeschnitten. Nachts tauchte er mit dickem Verband im Club auf und trank einen Jägermeister auf den Schreck. +++ Am heutigen Nachmittag zeigen wir auf Heidis speziellen Wunsch das Zweitliga-Aufstiegsderby St. Pauli gegen Fürth. 17:30 Uhr geht's los – kommt alle! Handyfoto: Die Revolution überrollt den club49 © KvK, 2010
Mut zum Risiko beweist ein Mal mehr Sternekoch Chappi. Ungeachtet bevorstehender Straßenkämpfe wird er heute sein Restaurant "Chappinski" in der Lausitzer Straße eröffnen. Während ums Eck in der Wiener die Autos brennen, stehen beim gebürtigen Münchner Bochumfan im Höchstfall die Herdplatten in Flammen. +++ Bin mal gespannt auf heute Abend. Ob wir im Krawalltourismusführer Berlin stehen und die Hütte bumsvoll ist? Wir checken das aus. Erstmal treffen wir uns um 15:30 Uhr zur Expertenrunde im Club – danach gibt's aufs Maul. Handyfoto: Lausitzer Straße © KvK, 2010