Herein zum Ersten Mai / La vie c'est la merde.

Fraenkelufer © Kai von Kröcher, 2016

Grand Hotel Urban © Kai von Kröcher, 2016

Kath. Johannes-Basilika © Kai von Kröcher, 2016

Lilienthalstraße © Kai von Kröcher, 2016

Hasenheide © Kai von Kröcher, 2016

Südstern © Kai von Kröcher, 2016

Casolare © Kai von Kröcher, 2016

Fraenkelufer © Kai von Kröcher, 2016

Rammstein © Kai von Kröcher, 2016

















































































































Das ist ein gutes Gefühl, frei zu sein. +++ Erinnert ihr euch noch an die Folge von Rosa Roth, wo die Kirche gestürmt wird? Der SEK-Mann da, in voller Montur, der gegen Ende in der Einfahrt lässig am Torpfosten steht und sich unter dem Helm eine Fluppe anzündet: der bin ich. Dürfte so '96 gewesen sein. +++ Morgen Abend der vermutlich zehnte oder elfte Tanz in den Mai mit Weedman und Stalag. In diesem Jahr ausnahmsweise mal ohne Stalag. +++ Das mit der lässigen Komparsenrolle damals, das war in der katholischen Kirche in der Lilienthalstraße. Musste ich gestern Abend dran denken, als ich auf dem Fahrrad bester Laune vorbeitrödelte. Genaugenommen war das sogar eine Doppelrolle: erst Kirchgänger im Innern mit Geiselnahme oder so, später dann SEK-Beamter draußen an der Toreinfahrt. Mit Zigarette im Mund – hätte mein Durchbruch sein können. +++ Am 1. Mai himself öffnen wir nachmittags schon um drei. Traditionell immer sehr schön. Laura Guidi (mit Band!) spielt zwei kürzere Live-Sets: Einmal um sechs ungefähr – und dann später noch einmal. Wenn ich's richtig verstanden habe, spielt zwischendrin noch wer anders. +++ Rammstein wahrscheinlich. +++ P.S.: Was ich jetzt gerade erst sehe: Auf dem unteren Bild, da steht einer im Gebüsch – ein bisschen wie Blow-Up!   

Überschrift inspired by: Revolutionärer 1. Mai
Überschrift also inspired by: La vie c'est la merde
Lyrics: Leider nur ein Vakuum © Udo Lindenberg, 1974
Rosa Roth (Iris Berben) © ZDF, 1994 – 2013
Blowup © Michelangelo Antonioni (Regie), GB 1966
Laura Guidi & the Beat Reactors | club49 | So., 1.5., 18:00 und ca. 20:00 Uhr

Pop Life / Was von David Bowie.

Nora Helmer: A Tribute to Prince © Kai von Kröcher, 2014

Ben Hamiltons Hochzeit im Club © Kai von Kröcher, 2016





























Hallo, hier ist Jürgen Klopp! Man denkt ja immer, die verrücktesten Angebote kommen aus Madrid, Barcelona oder Manchester... +++ Neulich bin ich nun also auch noch der Blasphemie bezichtigt worden: Am achten April nämlich hatte ich meine Barfrau gebeten, ausnahmsweise mal eine Playliste in die Anlage zu schieben, bei der nicht jedes zweite Stück zwangsläufig David Bowie sein muss. +++ War ein Freitag damals, Ben Hamiltons Hochzeit im Club – ein sehr schöner Abend! +++ Das verrückteste Angebot diesmal kommt definitiv aus Neukölln: Zum einen legt Nora Helmer diesen Mittwoch endlich mal wieder im Club auf, gleichzeitig zollt Nora Tribut dem letzte Woche verstorbenen Held unserer aller Achtziger Jahre! +++ Natürlich erinnere ich mich gut an den 11. Januar, der morgens – ihr wisst es – mit der Nachricht vom Tod David Bowies begann. Wie der Architekt abends in seiner unnachahmlichen Art windschief am Tresen saß, mich auf seine unnachahmliche Art irgendwann anpöbelte: »He, spiel mal was von David Bowie!« +++ Insgesamt verstehe ich diesen Post heute hier irgendwie nicht.

Überschrift inspired by: Pop Life © Prince, 1985
Überschrift also inspired by: Let's Dance © David Bowie, 1983
Lyrics: Insignia-Radiowerbung mit Old Kloppo © Adam-Opel-AG, 2016
Nora Helmer – A Tribute to Prince | club49 | Ohlauer Str. 31 | Berlin-Kreuzberg | Mittwoch, 21:30 Uhr

Greystar / Eyes Wide Shut.

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Nahtoderfahrungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016

Naherholungsgebiet Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016



































































































In a world that's constantly changing. +++ Frühling am Kottbusser Tor. +++ Das neue Ufer vor meiner Tür, der erste fertige Abschnitt, sieht überraschend unscheiße aus. +++ Kater Blau, gestern Abend. In der Rauchpause gingen wir raus. Ich sagte zu Detlef, seine Zuhörerinnen sehen fast alle so auffallend jung aus, ungefähr gerade mal dreißig. Schien ihm nicht weiter bemerkenswert – insgeheim war ich neidisch. Die Kuratorin sah auf ihr Smartphone, murmelte beiläufig: »Jetzt kommen immerzu Anfragen, ob man was zu Prince schreiben kann.« In meinem Kopf drehte sich träge ein Zahnrad: »Wieso, ist der tot?!« +++ Seit anderthalb Wochen trage ich auf dem Auge rechts einen Schleier. Hatte schon Angst zu erblinden. Hinter der Linse nistet ein Grauer Star. Offizielle Berufskrankheit der Glasbläser. Der wird dann demnächst bei vollem Bewusstsein rausoperiert. Danach kann ich sofort wieder verschwinden. Insgesamt keine gemütliche Vorstellung. +++ Die Quizfrage vom vorletzten Mal ist noch gar beantwortet. Nicht mal gestellt, um bei der Wahrheit zu bleiben. +++ Welcome Back, Yasmin Gate!

Überschrift inspired by: Blackstar © David Bowie, 2016
Überschrift also inspired by: Eyes Wide Shut © Stanley Kubrick (Regie), UK/USA 1999
Lyrics: How Can I Be Sure © David Cassidy, 1972
David Bowie lebt hier nicht mehr | Detlef Kuhlbrodt liest im Kater Blau | gestern

Am Wasser gebaut / Alice doesn't live here anymore.

Berlin, Ost-Südost © Kai von Kröcher, 2016

Berlin, Ost-Südost © Kai von Kröcher, 2016

Berlin, Ost-Südost © Kai von Kröcher, 2016

Berlin, Ost-Südost © Kai von Kröcher, 2016


























































Ich habe über die Heiterkeit nachgedacht. +++ Der Brite neulich im Club redete auf Englisch sich lautstark in Rage: »Ich erzähle dir hier gerade, die NASA hat vor drei Tagen entdeckt, die Erdachse hat sich ganz plötzlich verschoben – und du hörst mir überhaupt nicht zu!« Die Frau vergrub ihr Gesicht in den mächtigen Locken. Dann schaute er mich an: »Hast du davon gehört?« – und erzählte den anderen Leuten am Tresen: »Die Sonne scheint jetzt in unmöglichen Winkeln bei mir in die Wohnung!« +++ Keine Ahnung, von Norden vielleicht. +++ Ich wunderte mich: ›Seltsam‹, dachte ich so. ›Jeder dahergelaufene Laffe hält einen zurzeit über seinen persönlichen Standpunkt im Fall Böhmermann auf dem Laufenden – und über die Erdachse redet wieder kein Schwein!‹ +++ Dabei scheint die Lage doch insgesamt ernst wie im Geheimnisvollen Stern seinerzeit: ›Aber das bedeutet doch ...‹ ›Das Ende der Welt – jawohl!‹ +++ David Bowie lebt hier nicht mehr: Detlef Kuhlbrodt liest jetzt am Donnerstag drüben im Kater Blau. +++ David Bowie – so der Name des Eichhörnchens, das seit gefühlt letztem Jahr immer auf Kuhlbrodts Balkon herumturnte – lässt sich neuerdings nur selten noch blicken: Wenn zu Hause der Kühlschrank leer ist, nehme ich an – oder wenn es einen Sack schmutziger Wäsche vorbeibringt. +++ Spaß muss sein. +++ Bei einsamen Blumen in Vasen denkt man doch irgendwie immer an Wire

Überschrift inspired by: Alice doesn't live here anymore © Martin Scorsese (Regie), USA 1974
Zitat: Ich habe über die Heiterkeit nachgedacht © Clemmie, 2014
Tim und Struppi – Der geheimnisvolle Stern © Hergé, 1947
David Bowie lebt hier nicht mehr | Kater Blau | Holzmarktstr. 25 | Do., 21.4., 19:30 Uhr
Chairs Missing © Wire, 1978

Bitte leben / Game over, Krauts.

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016

You're So Vain © Kai von Kröcher, 2016























































































It's not that far. +++ Der Post heute ist mit einer Quizfrage verbunden. +++ Am Freitag – nein, eigentlich schon jetzt – freut sich der Club auf ein weiteres DJ-Debüt. All the way from the Weser. Wo Old Haake entspringt, sozusagen: Game over, Krauts – zwei Herren aus Bremen, die einen mutmaßlich guten Geschmack mitbringen werden. +++ Darf Fips Asmussen alles?

Überschrift inspired by: Bitte leben (Dokumentarfilm), I 2016
Überschrift also inspired by: Game over, Krauts | Freitag, 15.4., 22:00 Uhr | club49
Bildunterschrift: You're So Vain © Carly Simon, 1972
Lyrics: Walking Down Madison © Kirsty MacColl, 1991
All the Way From Memphis © Mott the Hoople, 1973
Witze am laufenden Band © Fips Asmussen, 1973

Corduroy Lover / Mittagessen zum Frühstück.

Ben Hamilton © Kai von Kröcher, 1995

Ben Hamilton (links, mit Mütze) © Kai von Kröcher, 1995

Ben Hamilton (rechts, hinterm Balken) © Kai von Kröcher, 1995

Ben Hamilton © Kai von Kröcher, 1995




















































Burning bridges light my way. +++ Die Bilder heute, ganz besonders das untere, erinnern auf eine Art an den Edgar Wallace der 60er-Jahre – zumindest die Älteren unter uns. Ich habe sie neulich erst wiederentdeckt: In einer Dezembernacht '95 machten wir sie auf einem Dachboden am Mariannenplatz irgendwo, rot verschrien. +++ Ich will nicht groß fabulieren: Jahrelang war ich der Typ, der weltweit die meisten Ben Hamilton-Auftritte sah. Bis ich Mitte der Nullerjahre von einer nachwachsenden Generation weiblicher Fans ein- und schließlich auch überholt worden bin. +++ Ben Hamilton himself jedenfalls heiratet heute, und damit gibt es am Abend die erste Hochzeitsfeier im Club seit Bestehen der Menschheit. Keine geschlossene Gesellschaft übrigens – die Tür steht wieder auch kleinerwüchsigen Lichtern offen! +++ Neben Ben auf den Fotos sehen wir hier: Meinen texanischen Freund und damaligen Mitbewohner und begnadeten Gitarristen und späteren Urvater des Room77 – Johnny Ca! +++ Der fast unsichtbare Dritte im Hintergrund: Gerd Krüger, Bens damaliger Mitbewohner und Patron der Tritonus Studios an der Schlesischen Straße; der saß hin und wieder am Schlagzeug. +++ Alles Gute, Katja und Ben!!!

Überschrift inspired by: Corduroy Lover © Ben Hamilton's Tracy, 1999
Überschrift also inspired by: "Die essen hier Mittagessen zum Frühstück!" © Britt P., Mataram 1994
Lyrics: Reminder © Moderat, 2016
Berlin © Ideal, 1980

Gott statt Schrott / Die endlose Nacht.

Frühling, Ohlauer Straße © Kai von Kröcher, 2016

Frühling, Paul-Lincke-Ufer © Kai von Kröcher, 2016

Ohlauer Straße 31 © Kai von Kröcher, 2016

Brommystraße © Kai von Kröcher, 2016

Fuck-You-Alley © Kai von Kröcher, 2016

Oberhafen © Kai von Kröcher, 2016

Oberbaum © Kai von Kröcher, 2016

Cuvrybrache © Kai von Kröcher, 2016

Görlitzer Park © Kai von Kröcher, 2016

Grenzstreifen mit Vogel © Kai von Kröcher, 2016

Schlesische Straße © Kai von Kröcher, 2016










































































































































If this were the last day of your life, my friend. +++ Als ich mit einer eingebildeten Herzattacke gestern am späteren Abend aus dem – wie ich bis eben geglaubt hatte – ersten China-Restaurant der DDR wankte und glaubte, auf dem Bürgersteig zusammenbrechen zu müssen, schoss mir nebulös eine Liedzeile der Gruppe Genesis durch den Kopf. +++ Dabei war der Nachmittag ganz wunderbar autistisch gewesen, und meine Kamera hatte wieder so schöne Bilder gemacht. +++ Ab und an gehe ich nämlich gerne in das, wie ich bisher immer annahm, erste China-Restaurant der DDR. Dann denke ich versonnen ein bisschen darüber nach, ob dieser oder jener Fleck auf dem Teppich vielleicht noch von Günthers und Harrys Mittagstisch stammt. Doch wie es scheint, habe ich mich einfach komplett in der Hausnummer geirrt. +++ Im Allgäu hat Großneffe Xaver ein Schwesterchen bekommen – gerade eben, als ich hier an diesem Post sitze: über den Namen reden wir noch! +++ Morgen Abend Lounge Lord Karkowsky im Club. +++ An der Cuvrybrache hat einer mit einer Art analogem Photoshop den Fuck Off!-Finger von der Brandmauer gestempelt.

Überschrift inspired by: Plakatwerbung © Bibel-TV, 2016
Überschrift also inspired by: Die endlose Nacht © Will Tremper (Drehbuch/Regie), D 1963
Lyrics: Undertow © Genesis, 1978
 
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