Music in Colors / The Thrill of it All.

Mekanik Destrüktiw Komandöh © Kai von Kröcher, 2017

















Maybe we're lying, then you better not stay. +++ Hauptsache, die Frisur sitzt: Der modifizierte Online-Haarschnitt bekam gute Noten gestern – und auch schon die Tage davor. +++ Waren die Anzüge auf dem Foto (oben) farblich aufeinander abgestimmt, oder ergab sich 'die Kombi' ganz zufällig? +++ Auf der Suche nach der angekündigten Rezension bei laut.de (Mekanik Destrüktiw Komandöh: Manifestation) stieß ich heute Mittag auf ein wohl gerade erschienenes Heroes-Cover von Motörhead. Bin ja sonst nicht so der ergebene Lemmy-Kilmister-Fan, aber die ersten Töne blasen einem eine Gänsehaut um die Ohren. Auch wenn der Text irgendwie anders – und der Gesang im Prinzip etwas lahm ist. +++ In besagter MDK-Plattenkritik bei laut.de jedenfalls soll, sicheren Quellen zufolge, ganz speziell Saxofonist Bertram 'Matula' Krumm mit einem Phil-Manzanera-Vergleich in die Hall of Fame hineingeschrieben worden sein. Spielte bei Roxy Music aber nicht Andrew Mackay immer das Saxofon? +++ War das nicht so? +++ Das Foto übrigens entstand Anfang März, am Jahrestag der Fukushima-Havarie, in meinem Lieblingshinterhof an der Lausitzer Straße. Und, wie man munkelt, werden die alten Remisen dort nun wohl doch keinem Neubau weichen. +++ Yoko Mono steht schon fast vor der Tür – und auch das Mekanik Destrüktiw-Album ist ab heute im Handel erhältlich!

Überschrift inspired by: Music in Colors © Stephen Duffy, 1993

Überschrift also inspired by: The Thrill of It All © Roxy Music, 1974
Lyrics: Heroes © David Bowie, 1977
Manifestation © Mekanik Destrüktiw Komandöh, 2017
Under Cöver © Motörhead, 2017

Abstecher aus Hamburg / Fritz Honka Tonk Woman.

Mekanik Destrüktiw Komandöh © Kai von Kröcher, 2017

















There's a lady who's sure. +++ Witze, die schlecht erzählt, Pointen, die leichtfertig verschenkt worden sind: "Wir sahen Ledermützenjoe-Typ über die Ohlauer galoppieren", oder so. Es hätte am Schluss noch erwähnt werden müssen, er lief auf der Straße herum und imitierte ein wild durchgehendes Pferd. Das war der eigentliche Witz an der Sache: Südstaaten-Lederhut spazierte am Club vorbei und ich erzählte gerade, er sei mir am Nachmittag schon vor der Pizzeria begegnet – und genau in dem Moment galoppierte er auch schon los. Am Nachmittag vor der Pizzeria hatte die aufmerksame blonde Kellnerin mich noch (heimlich bewundernd) gefragt: "Kannten Sie die Dame?" Und ich hatte betont gelangweilt geantwortet: "Die Dame, glaube ich, war ein Herr – nee, nie vorher gesehen." Dabei hatte ich weiter gelangweilttuend an meiner Pizza herumgeschnitten. +++ Ist Stairway to Heaven eigentlich in den Top-Ten der ekligsten Songs der Rockmusik? Läuft es einem bei dem Text nicht irgendwie pubertär über den Rücken, aber wie komme ich da jetzt eigentlich drauf? +++ Ach so, 'pubertär': Das sind wahrscheinlich so Gedanken eines Zwölfjährigen, der gerade langsam beginnt, sich für die Welt zu interessieren. Der einteilt in Gut und Böse. Grüne gut, Großkonzerne schlecht. Oder so. Aber müssen wir denn wirklich zuschauen, wie eine Handvoll Geierfirmen an dem Ast sägt, auf dem wir sitzen? Gibt es da denn nicht irgendwo eine Instanz, die den Zeigefinger hebt und sagt: "So, Schluss jetzt mit dem Quatsch, der Regenwald wird nicht noch mehr abgeholzt für ein bisschen Profit oder so, ihr seid wohl nicht ganz bei Trost?!" +++ Okay, das ist jetzt wirklich pubertäres Halbwissen, aber man wird schon mal fragen dürfen. +++ Tippen die Leute, habe ich mich gerade beim Blick unten ans Ufer gefragt, die beim Joggen im Internet surfen, auch, sagen wir mal, beim Bumsen auf ihrem Smartphone herum? +++ Der Satz bringt wieder Quote! +++ Das neue Album vom Mekanik Destrüktiw Komandöh kam gestern auf rotem Vinyl frisch aus dem Presswerk: Im Laden ab morgen! +++ Volker, the Main Bird, ist heute am Nachmittag zu Gast bei radioeins – irgendwo zwischen zwei und halb drei, glaube ich, bei Milena Fessmann. +++ Morgen Abend zu Gast im Club: Yoko Mono aus der Freien und Hansestadt. +++ So sieht es mal aus. +++ Witziger wäre es vorgestern vermutlich gekommen – ein wahrhafter Kracher sozusagen – wäre "Honka ein Abstecher aus Hamburg" gewesen, aber das sollte jeder jetzt für sich selbst entscheiden. +++ Abstimmung mit den Füßen: Die allermeisten Klicks – ein, wie nennt man das an der Börse: Wellenscheitelpunkt oder -kamm oder so – hatte neulich der Post mit dem Gastbeitrag. Graf Tati und die Männer vom Tiefbauamt. Danach fiel die Kurve zurück in den Keller. +++ Neulich, am Montag, da war meine Online-Frisörin bei mir. Ich schicke ihr im Internet immer eine Nachricht, ich sei wieder fällig, sie schickt mir einen Termin. Und dann parkt sie ihr Elektrofahrrad mit Anhänger vor meiner Haustür und verpasst mir einen ordentlichen Haarschnitt. Meine Oma in den frühen Siebzigern hatte auch schon eine Onlinefrisörin, die kam sogar mit dem Goggomobil! +++ Hatte ich mal erzählt, dass die GEMA mir seinerzeit eine Rechnung geschickt hat für ein Konzert der dänischen Band Go Go Berlin im Club? Fällt mir nur ein wegen Goggomobil. Das war ein lustiges Auto, früher, aber heute gibt es da wohl keine mehr von. Ich habe dann dort angerufen und gefragt: "Wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Die gehen mit richtigen Trucks auf Tour, außerdem sind die zu fünft und machen eine fette Bühnenshow. Wie sollen die überhaupt bei uns reinpassen?" +++ Jedenfalls sagte am Schluss meine Onlinefrisörin, beim nächsten Mal, wenn sie kommt, da sei es dann schon wieder Herbst. +++ Dann ist der Sommer vorbei. +++ Da haben wir Anfang Oktober. +++ Da muss man jetzt nicht gleich sentimental werden.

Überschrift inspired by: Der goldene Handschuh (Roman) © Heinz Strunk, 2016
Überschrift also inspired by: Honky Tonk Women © The Rolling Stones, 1969
Lyrics: Stairway to Heaven © Led Zeppelin, 1971
Manifestation © Mekanik Destrüktiw Komandöh, 2017
Jokohomo © Devo, 1978

Campbell's Soup Cans / Appetite for Destruction.

Katze auf Blechdach © Kai von Kröcher, 2017 

Radarturm von Tempelhof © Kai von Kröcher, 2017

Starfrisöre © Kai von Kröcher, 2017

Ein Tag am Meer © Kai von Kröcher, 2017

Zossener Straße © Kai von Kröcher, 2017





















































































I tell you, I tell you, I tell you we must die. +++ Die Bilder heute sehen aus wie am Meer. Das untere könnte der Dorfkern von Prerow sein. +++ So sieht es mal aus. +++ Ich finde die Frage falsch gestellt: Warum man im Flugzeug so heiß auf Tomatensaft ist – und auf der Erde halt nicht. +++ Scheint heute ein etwas längerer Post zu werden, aber das kennt man ja schon. +++ In den Radionachrichten gestern starben schon wieder Menschen: Tagebuch einer Kammerzofe gehörte als Kind zu meinen Lieblingsfilmen. Jedenfalls behauptete ich das immerzu – worum es da ging, habe ich nie kapiert. +++ Anita Pallenberg ist übrigens auch vor einem Monat gestorben, das las ich zufällig im Internet. +++ Okay, vor meinem Dienstbeginn gestern saß ich also draußen vor einem Italiener. Aß eine Pizza; eine Art Belohnungsritual vor jeder Schicht. Ein kleiner Tisch für zwei Personen. "Warten Sie noch auf jemanden?", hatte die Kellnerin gefragt, die diesmal nicht die junge gelangweilte dicke Schwarzhaarige war, sondern zur Abwechslung eine junge aufmerksame Blonde. Ich aß meine Pizza, und von all den anderen Tischen war um die Zeit nur ein einziger besetzt. Über die Straße kam eine Frau mit einem Südstaatenhut aus braunem Leder. +++ Abstecher aus Hamburg: Yoko Mono ist Freitagabend zu Gast! Im Club an den Kassettenrekordern. +++ War nicht auch Honka ein Abstecher auf seine Art? Ein um-die-Ecke-Bringer zumindest? +++ Ich weiß nicht genau, was das sein soll – ein Südstaatenhut. +++ Immer wieder schön übrigens, so ein Geburtstag auf dem Dach: Und nach fünf Minuten ist es dann wie im Flugzeug – trotz vogelartiger Perspektive schaut man gar nicht mehr hin. +++ Auf dem obersten Bild: das ist doch die südamerikanische Ex-Barkeeperlegende – Yasmin Gate! +++ Nee, das mit dem Tomatensaft hat nichts mit der Höhe zu tun, denke ich mal. +++ Mit dem Südstaatenhut: Bleibt natürlich vor meinem Tisch stehen, ich beobachte das aus einem skeptischen Augenwinkel heraus. Junger Mann, keine ältere Frau. Sagt: "Darf ich mich setzen?" Wie gesagt, es ist ein kleiner Tisch für zwei Personen, fast alle anderen Tische sind leer. Ich denke kurz nach, sage dann, weil mir nichts Besseres einfällt: "Nee." Südstaatenlederhut sagt streng: "Ich glaube, wir sollten uns einmal unterhalten!" Ich sage (auch nicht besonders originell): "Da bin ich jetzt aber gespannt – und warum?" Südstaatenhut äfft mich nach: "Warum! Warum!" Und dann: "Über den ganzen Mist!" Südstaatenhut zwinkert mir zu, gibt mir die Hand und wünscht mir einen guten Appetit. +++ Später dann sahen wir Südstaatenhut übrigens noch über die Ohlauer galoppieren.

Überschrift inspired by: Campbell's Soup Cans © Andy Warhol, 1962
Überschrift also inspired by: Appetite For Destruction © Guns & Roses, 1987
Bildunterschriften u.a. inspired by: Cat on a Hot Tin Roof (w/ Elizabeth Taylor, Paul Newman), USA 1958
Bildunterschriften also inspired by: Ein Tag am Meer © Die Fantastischen Vier, 1993
Lyrics: Alabama Song © The Doors, 1967 (Cover)
Jeanne Moreau (23. Januar 1928 – gestern)
Anita Pallenberg (6. April 1942 – 13. Juni 2017)
Der goldene Handschuh (Roman) © Heinz Strunk, 2016

High Noon / Not gonna kill you.

Samstagmittag vorm Club © Graf Tati, 2017




























I'm just another, alive with impossible plans. +++ Heute mal eine Gastautoren-Geschichte. Gerade in meinem E-Mail-Postfach gefunden, die Tinte ist noch nicht ganz trocken – Graf Tati als Zeuge einer Begebenheit an einem Wochenende in Kreuzberg:

Samstagmittag 12 Uhr. Seit drei Stunden wurde gebaggert, gedröhnt, geklopft. In Berlin müssen Bauarbeiter eben auch mal am Wochenende ran, damit die Karawane weiterziehen kann. Für die Anwohner ist das bestimmt okay, denn die wollen auch, dass das endlich fertig wird. Vier Männer stehen auf dem Trottoir vorm CLUß49 und unterhalten sich. Vor ihnen liegen noch ein paar Bretter zum Abtransport bereit, an die sie mit dem Stapler aber nicht herankommen. Weil ein Auto* im Weg steht, direkt in der Sperrzone.

Erster (lächelnd, weißes T-Shirt):
"Sollen wir den nicht abschleppen lassen?"

Zweiter (ruhig, eine Hand in der Hosentasche):
"Nee, das gibt nur Ärger. Wir sollten hier schon vor drei Wochen fertig sein. Nee, nee, lass mal."

Dritter (verständnisvoll):
"Der konnte ja nicht wissen, dass wir hier am Samstag anrücken."

Vierter (grinsend):
"Ist auch eigentlich Wochenende jetzt!"

Zweiter (ruhig):
"Und übermorgen ist auch noch ein Tag!"

Überschrift inspired by: High Noon (Zwölf Uhr Mittags) w/ Gary Cooper, Grace Kelly © USA 1952
Überschrift also inspired by / Lyrics: Not Gonna Kill You © Angel Olsen, 2016
*der Renault Kangoo (Foto) gehört einem bekannten Seefahrer und Angler, es gilt absolutes Halteverbot
Danke an: Graf Tati und das Tiefbauamt Kreuzberg

Sieben Nächte / Is this the Way to Amarillo.

Only 24 hours from Tulsa © Kai von Kröcher, 2004

I hate to do this to you © Kai von Kröcher, 2004

But I can never go home again © Kai von Kröcher, 2004

















































We're just beautiful people with beautiful problems. +++ Facebook sagt: "Kai, ändere Deine Arbeitsmethoden!" und: "Du könntest bis zu 93.000 Personen im Umkreis von 1 Kilometer erreichen!" +++ I never thought I'd need so many people. +++ Die Fotos heute, ihr wisst es, sind damals in Chorzów entstanden, sieben Kilometer nordwestlich von Kattowitz. +++ Ende März, ein Jahr vor dem Club. +++ Sieht allerdings eher irgendwie aus wie 'Sommer 2017 in Old Bundeshauptstadt by the Wall'. +++ "Wenn das der Weg ist, den ihr da oben gehen wollt – dann habt ihr mich hier heute zum letzten Mal gesehen!" +++ Aber okay: Jetzt noch einmal der Link zu meinem Portfolio – super Sachen dabei!

Überschrift inspired by: Sieben Nächte (Roman) © Simon Strauß, 2017
Überschrift also inspired by: (Is This the Way to) Amarillo © Tony Christie, 1971
Bildunterschrift inspired by: 24 Hours From Tulsa © The Waltons, 1989 (Cover)
Lyrics: Beautiful People Beautiful Problems © Lana del Rey (feat. Stevie Nicks), 2017
Five Years © David Bowie, 1972

It's a rad trap / ... and you've been caught.

Mittags zu Tisch bei Günter und Harry © Kai von Kröcher, 2017




















Wir haben uns oft mit jedem Idioten geschlagen. +++ Ein irgendwie seltsames Bild, Leipziger Straße. +++ Neulich. +++ Gibt es ein gerades Leben im schiefen? +++ Was soll dieser Quatsch ständig mit Günter und Harry? +++ Irgendein Sack hat mir mein Fahrrad geklaut – einfach so aus dem Hof, vorletzte Nacht. +++ Meine Sorgen möchte ich haben...!

Überschrift inspired by: Rat Trap © The Boomtown Rats, 1978
Überschrift also inspired by: Rat Trap © The Boomtown Rats, 1978
Lyrics: Rosi © Keimzeit, 1990
"Es gibt kein richtiges Leben im falschen" © Theodor W. Adorno (1903 – 1969)

Trans Europa Express / Die Überlegenheit der sozialistischen Organisation und Leitung im Eisenbahnwesen der DDR gegenüber dem kapitalistischen Eisenbahnwesen.

So ungefähr fing das an © Kai von Kröcher, 2012






















My ultimate aim in life was never to be a pop star. I enjoy it – with reservations, but I'm not really sort of satisfied either artistically or personally. +++ Ich weiß nicht, ob mein Schulenglisch das richtig verstanden hat – Brian Jones sagt es in der (meiner Meinung nach) großartigen Dokumentation Crossfire Hurricane. +++ Jetzt denken wieder alle, 'was hat er denn bloß immer mit seinem Opa-Quatsch, Dave Gröhl ist doch eh viel besser', aber egal... +++ Gut, mal schauen, ob das klappt mit dem Link, weil, ich habe da eben nur diesen russischen Kanal gefunden – aber wenigstens unsynchronisiert. +++ Nee, eigentlich, weil mir zurzeit auch nicht wirklich was einfällt, was einen hinter dem Ofen hervorlocken würde. Eigentlich wollte ich deshalb nur noch einmal kurz auf mein Portfolio hinweisen, weil ich finde, die Arbeiten sind teilweise recht gut. +++ Das hier ist der Link: Kai von Kröcher Portfolio, das ist vielleicht was, wenn es jetzt draußen gleich wieder anfängt zu regnen. Blitzen und donnern tut es in der Ferne schon ordentlich. +++ Wusstet ihr, dass der Trans Europa Express in Wirklichkeit Trans Europ Express hieß – komisch, nicht?! +++ Das Bild oben, wenn ich mich recht erinnere, war das das erste Mal, dass ich zwei Fotos zu einem zusammengebastelt habe. Das war während der EM 2012, ein spielfreier Tag. Es machte Spaß, an so einem freien Tag einfach mal durch die Stadt zu laufen. +++ La liberté ou la mort! +++ Okay, draußen geht jetzt der Wolkenbruch nieder, scheint aber nicht lange zu dauern...

Überschrift inspired by: Trans Europa Express © Kraftwerk, 1977
Überschrift also inspired by: Günter Mittag (1926 – 1994)
Zitat: Brian Jones (1962 – 1969), Crossfire Hurricane – 50 Jahre Rolling Stones, 2012

Secondhand Daylight / Looking for the Mother Lode.

Umbrella © Kai von Kröcher, 2017

Wassertorstraße © Kai von Kröcher, 2017

Axel Springer © Kai von Kröcher, 2017

Leipziger Straße © Kai von Kröcher, 2017

Mittagstisch am Abend © Kai von Kröcher, 2017
















































































The bins and the alleyway of the Chinese restaurant / Number 3 for two, and number 4 for one. +++ "Good shot?" – auf der Krausenstraße sprach mich jemand von hinten an. Einer mit Kamera um den Hals. Amerikaner vielleicht. Er habe die Hochhäuser auch gerade fotografiert – das eine der hinteren, da gebe es tolle "Umbrellas". Ich habe mich dann rüber zur Leipziger Straße geschlichen. Nicht, dass er am Ende noch dachte, ich ginge nun seine Umbrellas abknipsen. +++ Mit Fieberschüben überkommen mich häufiger dann auch so Schwangerengelüste: Gestern dann Heißhunger auf Morcheln. Und wie von Zauberhand geführt stand ich plötzlich vor dem Chinesen. Wo in sozialistischer Zeit Günter und Harry regelmäßig ihren Mittagstisch abhielten. +++ Jetzt komme ich mir so unglaublich klug vor – ich denke, kein Mensch versteht diesen Witz. +++ Dabei ist das alles nicht einmal verifiziert. +++ Harry Tisch übrigens sah aus wie einer von den Wühlmäusen. +++ Ich wurde am Fenster platziert, und wie ich mir so die Morcheln einschlabberte, fiel mein Blick auf die Straße. Ein muskulös wirkender Schwarzer in Bluejeans und strahlend weißem T-Shirt eskortierte eine schwarzgekleidete alte Frau mit Rollator auf dem autobahnbreiten Bürgersteig vermutlich nach Hause. Ungefähr zehn Zentimeter in der Minute – mehr legten sie gefühlt nicht zurück, und die Frau war mir draußen vorher auch schon irgendwo aufgefallen: weil sie einfach herumstand und guckte, als sei ihr gerade der Leibhaftige über den Weg gelaufen. Nur hatte ich da schon die Morchelfährte aufgenommen und mir nichts weiter dabei gedacht – und auch alle anderen Menschen liefen jetzt achtlos an den beiden vorbei und starrten computergesteuert in ihre Smartphones. +++ Hilfsbereiter Neger in ostdeutscher Plattenbaukulisse, das sah irgendwie seltsam aus. +++ War grad satirisch gemeint, und der Schwarze hatte anscheinend auch seine kleine Tochter dabei, die fasste auch ein bisschen mit an. +++ War wirklich satirisch gemeint, und Satire darf alles. +++ (Stimmt das?) +++ Den Umbrella da auf dem Waschbetonbild oben, den hatte ich übrigens ganz am Anfang meiner Tour gestern in Kreuzberg schon fotografiert – nicht, dass es dann wieder heißt, jetzt macht er dem Ami alles nach!


Überschrift inspired by: Secondhand Daylight © Magazine, 1979
Überschrift also inspired by: Dig For Fire © Pixies, 1990
Lyrics: BHS © Sleaford Mods, 2017
Die Wühlmäuse: Berliner Kabarett, 1960 gegründet von Dieter Hallervorden

Good Food, good Life / Soy Capitán sensible.

Stadtautobahn A100 © Kai von Kröcher, 2013

Kindheit © Kai von Kröcher, 2012

City West © Kai von Kröcher, 2012 

Dresden © Kai von Kröcher, 2011









































































When I was a child I bred a whore in my heart. +++ Wenn mir morgens – viel mehr als nach Kaffee – der Sinn auf einmal nach Tee steht. Dann weiß ich, ich habe mir irgendwas eingefangen: Erkältung, Grippe, pipapo. +++ Muss man halt in die Zitrone beißen. +++ Okay, andere Frage: Darf man Fotos zeigen, auf denen Kinder zu sehen sind? Oder präziser: Macht es einen rechtlichen Unterschied, ob es sich dabei um deutsche Kinder handelt – oder um solche von Gastarbeitern? +++ Und kann man dafür ins Gefängnis kommen? +++ Und warum sitzt eigentlich nicht auch Nestlé zum Beispiel in U-Haft? +++ Ist der Kapitän im spanischen Sprachraum eher sensibel – oder doch lieber ernst? +++ Bevor ich's vergesse – ich kann leider kein Schwäbisch, aber der Sinsheimer Szenewirt Rainer, der ausgesehen haben soll wie Lou Reed seinerzeit. Der ungefähr hätte jetzt wohl gesagt: "Man musch zeige, was man hett!" +++ Oder so – und deshalb habe ich kurz mal mein Portfolio aufgestockt. +++ Man will den ganzen Scheiß schließlich nicht komplett für den Keller gemacht haben, da liegen ja schon die Leichen. +++ Hier jedenfalls ist der Link: Kai von Kröcher | Portfolio.

Überschrift inspired by: Good Food, good Life © Nestlé
Überschrift also inspired by: La Bamba © Los Lobos, 1987 (Cover)
Lyrics: Spiracle © Soap & Skin, 2009
 
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