Oh Jim / What a Difference a Day Makes.

Altmark © Kai von Kröcher, 2006
















Oh Jimmy, just you shut your mouse. +++ Gestern noch blöd in Geldsachen, heute den Kooperationsvertrag abgeschlossen: Der Club verkauft ab dem 2. Mai ausschließlich Nestlé-Produkte – und die dann in praktischen PET-Flaschen. Eine Win/Win-Situation, das ist klar: Nestlé hat im Moment bekanntlich ein Imageproblem, der Club dagegen ganz andere Sorgen. +++ Warum heißt es eigentlich Schwanenbein und Schwanensee oder auch Schwanenjunges – andererseits aber Schwanplage? +++ Schweinepest. +++ I like Wine. +++ Knickebein hießen übrigens früher die Schokoladeneier, die einem als Kind immer das Fürchten beibrachten. +++ Lieber Namen fallenlassen als Bomben, sage ich immer. Leider fällt mir heute grad keiner ein. +++ Überhaupt fällt mir heute nichts ein, aber das ist ja auch mal ganz schön. +++ Die Einschaltquoten dümpeln zurzeit allerdings ein bisschen herum, das ist dann natürlich kein Wunder. +++ Sex. +++ Heute Abend im Club: Game over, Krauts! +++ Und warum gibt es hier ständig Bilder mit Schnee?+++ Morgen Abend im Club: Pete Riley. +++ Aber eigentlich ein sehr schönes Foto, dafür allein schon lohnt sich der Post! +++ Sonntagabend im Club: Tanz in den Mai mit Weedmann & Stalag – "No Sound Like We!" +++ Gibt es auf der Mac-Tastur eigentlich ein Sonderzeichen für "published", weiß das zufällig jemand? Das "©" ist ja oft gar nicht korrekt, das stört mich seit Jahren. +++ Jaja. +++ 1. Mai: ab 15:00 Uhr geöffnet. +++ Dienstag: die langerwarteten neuen Schnäppchen-Preise im Club! 

Überschrift inspired by: Oh Jim (P) Gay Dad, 1999
Überschrift also inspired by: What a Diff'rence a Day Makes (P) Dinah Washington, 1959
Lyrics: China Girl (P) der Itchy-Bob, 1977
Gimme Danger (Stooges-Doku) (P) Jim Jarmusch (Regie), USA 2016
Lilac Wine (P) Jeff Buckley, 1994

Preisschraubensalat / An Occasional Dream.

Es geht eine Träne auf Reisen © Kai von Kröcher, 2017















'S' – dit is für die Steuer, die man für allet latzen muss, wat Spaß macht: Autos, Rauchen, Saufen – allet. +++ Irgendjemand erzählte mir neulich, "die anderen Kneipen" erhöhten auch alle grad ihre Preise – ist das nun gut oder schlecht? +++ I like Wine. +++ Da hatte ich aber nun echt wirre Träume, letzte Nacht. Normalerweise sind die einigermaßen nachvollziehbar, aber dieses Mal war das Nudelsuppe. Es spielte in einem unterirdischen Parkhaus, Trump war dabei, auch Hildegard Knef. Kutschen mit Pferden davor, Massen davon, alle auf dem Weg nach unten. Hinab in den Bauch des Parkhauses. Mick Jagger morgens beim Aufstehen, ich dachte: 'Gott, der hat ja ein Gesicht wie Gehacktes.' Für mich als Kind / Jugendlicher / Erwachsener / Vor-Vorruheständler war der Mick Jagger – dafür werde ich jetzt bestimmt wieder beschimpft – der schönste und sexieste Typ überhaupt auf der Welt. +++ Lichtjahre vorm Itchy-Bob übrigens. +++ "Verklagt mich doch!", wie Bernd Begemann es leicht trotzig ausdrücken würde. +++ Das Buch auf dem Foto, da wird es mal wieder Zeit für ein bisschen gepflegtes Namedropping: das hatte vor einer Weile mal Moritz L. für mich im Club hinterlegt. Ich freue mich immer über so Sachen – gerade, wo wir uns eigentlich gar nicht so wirklich kennen. +++ Aber ein guter Typ! +++ Der Architekt spielte in meinem Traum auch nebenbei mit. Verkehrte in einem Lokal am Potsdamer Platz irgendwo. Marlene-Dietrich-Platz. Außerdem starring: Eine Kloschüssel mit Kloschüsseln darin, merkwürdig. Von Pferden hatte ich jahrelang fast täglich geträumt, bzw. jede Nacht. Die haben mich früher verfolgt; im wahrsten Sinne ein Trauma. +++ Träume sind Schäume. +++ Etwas latent pädagogisch Gemeintes zum Schluss, das fiel mir heute morgen grad ein. Today, tomorrow: Ich kenne ja einige Mütter mit Söhnen: die werden langsam alle erwachsen, die Söhne. Nun höre ich oft, die zocken "im Internet" mit Aktien und so ein Kram. Und holen da richtig Kohle bei raus. Regelrecht junge Finanzfüchse. Dann bin ich insgeheim immer erst neidisch. Weil ich selber halt blöd bin in Geldsachen. Das aber schön kultiviere. Am Ende denke ich stoisch: 'Können die nicht beim Fußball rumhängen oder 'ne Band gründen? Oder einfach nur Bier trinken?'

Word Salad © Fisher-Z, 1979 
Überschrift also inspired by: An Occasional Dream © David Bowie, 1969
Bildunterschrift: Es geht eine Träne auf Reisen © Adamo, 1968
Lyrics: S.P.A.N.D.A.U. © Icke & Er, 2007
Sei klug in Geldsachen (Ratgeber) © Dr. August Gerhard, 1971 (Foto) bzw. 1964
Lilac Wine © Eartha Kitt, 1953
Unoptimiert © Bernd Begemann (feat. die Befreiung), 2015

I like Wine / Jesus, this is the Itchy-Bob.

Cannes (Festivalplan) © Kai von Kröcher, 1999

Ralph (Regisseur) © Kai von Kröcher, 1999

Shooter (Hund) © Kai von Kröcher, 1999

Andreas (Boom Operator) © Kai von Kröcher, 1999

Teamfoto © Kai von Kröcher, 1999

Pawel Zynklawsky nach Drehschluss © Andreas Knittel, 1999

Produzent & Regie – nächtlicher Streit am Pool © Kai von Kröcher, 1999






















































































Looks like nothing's gonna change. +++ Ich glaube sogar, ich hatte immer verstanden: "I like wine!" (Blogspot berichtete), da bin ich mir beinah sicher – was natürlich noch eine Spur, sagen wir mal, bescheuerter klingt. +++ Später fiel mir dann außerdem ein, was ich neulich irgendwie noch erwähnen wollte. Hat allerdings nichts mit der Preiserhöhung zu tun. +++ Letzte Woche hatte ich nämlich kurz überlegt, eine Art Geburtstags-Glückwunsch-Post, äh, zu posten, wie das halt immer so ist. Da war mir eine alte Geschichte dazu eingefallen. Mehr darf ich jetzt nicht verraten, sonst ist die nächste Pointe auch gleich wieder vergeigt. +++ Okay, die alte Geschichte dazu, das war also bei den Dreharbeiten zu Waslawska – der Produzent hatte uns in einer Villa mit Swimmingpool einquartiert, damals. Zehn Tage mit Meerblick in den Bergen bei Cannes. Das jährt sich im Mai jetzt zum achtzehnten Mal. Die meisten von uns waren geflogen, nur der Special-Effects-Mann, der war mit einer Art Campingbus da, und er schlief auch darin – aber das nur am Rande. Er war beinahe doppelt so alt wie wir damals, und stolz erzählte er mir, obwohl ich gar nicht konkret danach gefragt hatte, in der Karre könne man "gut rammeln". +++ Das fängt ja mal wieder gut an. +++ Das ganze kommende Wochenende haben wir übrigens DJs im Club: Das fängt an, am Freitag, mit Game over, Krauts!, geht weiter mit Pete Riley am Samstag – und endet bei Weedmann & Stalag am Sonntag mit dem Tanz in den Mai. +++ Okay, der Specials-Effects-Typ jedenfalls war Badenser. Oder vielleicht sagt man 'Badener', keine Ahnung. Wie er selbst meinte: ein "Gelbfüßler" – und so sprach er halt auch. Sein Hund zum Beispiel, als ihn irgendwer fragte, wie der heißt, sagte er: "Ischashuta." Okay, das muss ich jetzt nicht erklären – da muss man sich nur mal die Fotos mit Bildunterschrift ansehen. +++ Irgendwann erzählte er mir, eine Zeit lang habe er mal in Berlin gelebt. Und auch fotografiert. Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger ungefähr. Für den Tip beispielsweise, viele Konzertfotos: "Die Blondie, die Ramones, den Itchy-Bob." Ich sagte in etwa, okay: "Blondie, Ramones, alles klar – aber wer ist der Itchy-Bob?!!" Dann holte er sehr weit aus (das ist aber echt wieder mal eine zähe Geschichte) – und meinte: "Der Itchy-Bob ..., das war so ein Typ, blablablablabla, den ham sie damals auch 'Großvater des Punk' genannt." +++ Der wurde letzten Freitag dann also 70 Jahre alt, dieser Itchy-Bob – so schwer ist das jetzt nicht zu verstehen. +++ Die Dias (oben) sind sozusagen während der Freizeit damals nach Drehschluss entstanden – oder morgens vor Drehbeginn. +++ Der Pawel Zynklawsky in Waslawska war meine bislang größte Filmrolle – außerdem meine einzige. 

Überschrift inspired by: Lilac Wine © Nina Simone (Cover), 1966
Überschrift also inspired by: Turn Blue © Iggy Pop, 1977
Lyrics: (Sittin' On) The Dock of the Bay © Otis Redding, 1967
Waslawska © Ralph Meiling (Regie), D/F 1999/2008
James Newell Osterberg (* 21.4.1947, Muskegon/Michigan)

L.A. Woman / Apothekenpreise.

Tornowsee © Kai von Kröcher, 2006
















I know ... in the end everything must go. +++ Irgendetwas klingelt da in einer der hinteren Ecken – etwas aus einer dieser wunderbaren Kurzgeschichten des Künstlers Wolf "Wolfgang" Klein: Der hatte vor Jahren mal einen Blumenladen auf dem U-Bahnhof Möckernbrücke (oben auf der U1). Verkaufte dort keine Blumen, sondern nur Fotos von Blumen. Blumensträuße aus Fotos. Ich bilde mir ein, die Geschichten endeten alle immer mit der Ansage: "Uhlandstraße – bitte zurückbleiben!", aber das stimmt nicht. Zwei ältere Männer jedenfalls, Berliner Rentner wahrscheinlich, stehen vor dem Blumengeschäft auf dem Bahnsteig und schauen sich eingehend und schweigend Wolfs Blumen an. Irgendwann murmelt der eine: "Apothekenpreise" – dann ist die Geschichte zu Ende. +++ Oder so ähnlich. +++ Am 1. Mai übrigens öffnen wir wieder um fünfzehn Uhr – eventuell, das weiß ich noch nicht, sogar früher. Aber fünfzehn Uhr sollte reichen. Kommt sicher drauf an, wie lange der Tanz in den Mai in der Nacht vorher geht – mit Weedmann & Stalag. +++ Ich glaube, zum elften Mal mittlerweile. +++ Irgendwas Witziges zum Thema Preiserhöhung wollt' ich noch sagen, blöderweise hab' ich's vergessen. +++ Um jetzt noch einmal, nun fällt mir spontan nämlich doch noch was ein, bei Chris de Burgh anzuknüpfen (I Love the Night – war das letztes Jahr Spätsommer, oder sogar schon der Sommer davor?): Ich liebe diese späten Sonntagvormittage, wo der Hagel von draußen leicht an die Fenster klackert, man mit dem Rücken an der Zentralheizung sitzt – und moderat aus der Küche drüben schwappt in Wellen das Schnurren der Waschmaschine herüber. Jetzt fehlt nur noch ein Hörnchen zum Frühstück, aber der Herr war sich ja gestern Abend zu fein, kurz noch zu Kaiser's zu Rewe zu laufen. +++ Apropos, es wird wohl so 1997 gewesen sein, oder erst '98 – Insider werden jetzt sagen, "ein Spätmerker": Da lief bei mir relativ rund um die Uhr das Album Grace von Jeff Buckley. Jeff Buckley auf der Rückseite des Covers – ich fand, er sah aus wie mein Mitbewohner Johnny Ca. +++ Johnny & Jeff – der eine aus Texas, der andere Kalifornien. Beide großartige Gitarristen, zumindest mein Kumpel Johnny. Einer von beiden ertrunken, der andere gutgelaunt und wohlauf. Jedenfalls hörte ich oft die CD, und bei dem einen Song dachte ich jedes mal, was für eine bescheuerte Textzeile: "I love wine." +++ Ganz pathetisch verträumt: "I love wine!!!" +++ Romantisch-verzweifelt: "I love wine!" +++ Verzweifelte Romanistik. +++ Okay, natürlich wusste ich längst, der Song hieß Lilac Wine (und so ging auch der Text), aber ich musste mir immer erst kurz in den Arm kneifen. +++ "I love to love – but my baby just wants to dance." +++ Das Foto heute ist bei meinem Kumpel, dem Russen: Der hat dort ein Haus, direkt an dem See. War ein Sonntag, kurz nach dem Mittag, Eishockey bei fünfzehn Grad minus. Als ich abends die Schicht machte im Club, und bei der Kälte kam bis elf keine Sau – da ließ ich den Rollladen herunter und ging schön nach Haus. +++ Brandenburg hat, ich hab' sie nicht alle gezählt, ungefähr dreitausend Seen. +++ Seen links, Schlösser rechts. +++ Apothekenpreise nun bald auch im Club. +++ Jetzt scheint draußen plötzlich wieder die Sonne.

Überschrift inspired by: L.A. Woman © The Doors, 1971
Überschrift inspired by: Begegnungen im Blumenladen (kurze Geschichten) © Wolf Klein, 2008
Lyrics: Is This Love...? © Spidergawd, 2017
I Love The Night © Chris de Burgh, 1984
Lilac Wine © Jeff Buckley (Cover), 1994
I Love to Love (But My Baby Loves to Dance) © Tina Charles, 1976
Die Nacht (ist nicht allein zum Schlafen da) © Seen links, Schlösser rechts (Cover), 1982

Swan Leg / Good News for People who love bad News.

Grau zieht der Nebel © Alexandra, 1968   















The ghost of a steam train echoes down my track. +++ Die Leute werden nun langsam schon aggressiv: Wann diese vermaledeite Preiserhöhung denn nun endlich kommt, wird man jetzt andauernd gefragt. +++ Nun neige ich bekanntlich zur Prokrastination, weshalb ich mir Folgendes überlegt habe: Wir lassen die Erste-Mai-Krawalle noch entspannt an uns vorbeiziehen, und am 2. Mai wird dann die Preisschraube angezogen. Sagt man das so? Ist es nicht eher ein Schraubstock? +++ Ungefähr 1980, da kamen die meisten der Gäste da draußen gerade zur Welt. Da hatte mein ältester Kumpel ein paar neue Songs aus dem Radio aufgenommen, ich denke mal auf eine C-90-BASF-Chromdioxid-Cassette. Jedenfalls, da war auch ein Instrumental dabei, und mit seiner krickeligen Handschrift hatte mein Kumpel den Titel dazugeschrieben: Madness/Swanleg. +++ Sind ungefähr 2 Euro achtzig für einen Persiko ein fairer Preis? Oder noch immer zu billig? Kommt wahrscheinlich dann auf die Menge drauf an. +++ Gestern kam ich mit meiner Ex und ihrer Tochter aus dem Ilka Solare, wir schlenderten ein bisschen den Kanal zu mir runter nach Haus. Ich meinte irgendwas so von wegen, vom Feeling her würden das immer mehr Schwäne hier auf dem Hafen. Der in Wirklichkeit ja gar kein richtiger Hafen mehr ist. "Schwanplage", sagte die Ex – sie ist kein kitschiger Mensch. +++ Genau: als ich als Heranwachsender dann nämlich irgendwann das erste Mal Tschaikowskis Schwanensee hörte – ich dachte, das klingt ja wie Swanleg von Madness! +++ Versteht man den Witz, beziehungsweise die Komik der Situation? +++ Ja, wirklich sehr lustig. +++ Wurde in den Jahren darauf zu einer Art Running Gag. +++ Mir fällt heute nichts ein, aber das mit dem 2. Mai wollte ich jedenfalls schon mal ankündigen. Nicht, dass es am Ende ein paar lange Gesichter gibt. +++ Was wollte ich bloß mit dem Bildschirmfoto (oben) ausdrücken – ich habe es vergessen. Jedes mal denke ich, das sieht aus wie Neuperlach Süd. Im Original ist der Song übrigens von Adamo.

Überschrift inspired by: Schwanensee © Peter Tschaikowski, 1877
Überschrift also inspired by: Good News For People Who Love Bad News © Modest Mouse, 2004
Bildunterschrift: Grau zieht der Nebel © Alexandra, 1968
Lyrics: Town Called Malice © The Jam, 1982
Swan Lake © Madness, 1979
Tombe la neige © Salvatore Adamo, 1963

With arms wide open / Die Öffnungszeiten once again.

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017

Frühling rund um das Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017





































































































Never meant to make your daughter cry / I apologize a trillion times. +++ Genau, die Überschrift gestern nämlich war einem, glaube ich, Countrysong aus den Siebzigerjahren entliehen. Übersetzt ungefähr bedeutet er wohl so viel wie "sich die Weiber schönsaufen". Streicht mein Worterkennungsprogramm übrigens erst mal fett rot an, aber "schön saufen" wäre doch auch nicht das richtige Wort. Egal, jedenfalls ziemlich chauvi mäßig, aber so kennt man so Country-Typen halt, und in den Siebzigern damals wahrscheinlich noch schlimmer. +++ Und am Ende habe ich eh keine Ahnung davon. +++ Zu der Überschrift heute wollt' ich noch sagen, das muss so 2001 im Spätsommer gewesen sein, vielleicht aber auch schon 2000: Da wollte ich gegen Abend mit dem Auto nach München fahren, so dass ich irgendwann kurz nach Mitternacht da war. ++++ Das mit dem sich irgendwen schöntrinken – ich denke, das bedeutet am Ende wohl einfach nur, mit jedem Glas verliert man ein paar seiner Hemmungen mehr – so ganz psychologisch betrachtet. Dass man dann einfach offener ist – im Allgemeinen und in erotischer Hinsicht. +++ So sieht es mal aus, Country hin oder her. +++ Ich also wollte nach München, hatte tagsüber aber noch irgendetwas in Mitte zu tun. Und dachte: 'Na, hoffentlich schläfst du nicht hinter dem Lenkrad ein.' Da lief mir ein Typ über den Weg, den ich vom Film her noch kannte, Namen vergessen. Die waren da gerade am Drehen am Hackeschen Markt. Der meinte zu mir: "Kannst du zufällig ein Gramm Speed gebrauchen? Ich schleppe das mit mir rum und weiß nicht, wohin damit – zwanzig Mark." +++ Hoffentlich gibt es jetzt keinen Atomkrieg, wo die zwei vielleicht crazymäßigsten Präsidenten der Welt untereinander grad den Dicken heraushängen lassen. +++ Zu Hause dann kurz noch den Koffer packen, da lief dann im Radio irgendein Song von der Band Creed. Creed kannte ich nicht. Den Song dafür fand ich super, und auf dem Weg zur Autobahn klapperte ich noch mehrere Plattenläden ab. Bevor ich auf der Hauptstraße dann endlich die Maxi-CD bekam. Ich ging mir da selber schon ziemlich auf den Keks, vollgedröhnt bis unter die Haarspitzen: "Tach, ey, sag mal, hast du zufällig Creed – With Arms Wide Open? Echt geiler Song, ich muss jetzt nämlich nach München, blablablablaba...!" +++ Peinlich. +++ Also, die Öffnungszeiten zu Ostern: wie immer ab 19:00 Uhr – und an allen Tagen geöffnet. +++ Ich weiß nicht: wie oft kann man auf der Autobahn von Berlin nach München einen einzigen Song hören? Aber vom Feeling her waren es mindestens fünfzig Mal. Gaspedal und Lautstärkeregler die ganze Zeit voll bis zum Anschlag. Irgendwann fragte ich mich, wovon singt der da eigentlich? Und dann ging mir auf, der singt von der Geburt seines Sohnes. +++ Ein paar Wochen später dann habe ich die CD meinem ältesten Kumpel geschenkt, der bekam gerade seinen ersten Sohn, genau: das war 2001. +++ Der spielte den Song dann in Dauerschleife bei ebenfalls Lautstärke 11, als seine Frau mit dem Bengel noch im Krankenhaus lag – und zu Hause bei ihm sich Verwandte und Freunde zu Bier und Korn versammelt hatten. Bei uns auf dem Land nennt man das anscheinend "das Kind pinkeln lassen", niedersächsischer Humor halt. +++ Dazu jedenfalls Creed bis zur Schmerzgrenze – und seine Schwester dann tatsächlich irgendwann durchdrehte und rumschrie, er soll endlich die Scheiße da leiser machen. +++ So viel zu den Öffnungszeiten...

Überschrift inspired by: With Arms Wide Open © Creed, 2000
Lyrics: Ms. Jackson © OutKast, 2000
Don't the Girls All Get Prettier at Closing Time © Mickey Gilley, 1976
Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen (Fernsehzweiteiler) © ARD, D 2016

Don't the girls all get prettier at closing time / die Öffnungszeiten an Ostern.

Frühling am Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2017
















Hi, my name is Stereo Mike. +++ Okay. +++ Also, traditionell ist wieder an allen Osterfeiertagen geöffnet, das Tanzverbot endet heute Abend um neun. +++ Auch das mit dem Tanz in den Mai ist geklärt: Weedman & Stalag übernehmen wie jedes Jahr. +++ Viel mehr will ich heute auch gar nicht erzählen, im Fernsehen läuft gerade der Dassler-Film: Wie das mit Brüdern halt immer so ist. +++ Endlich mal wieder ein neues Bild! +++ (Sieht ja irgendwie kacke aus – zu viel Kontrast?)

Überschrift inspired by: Don't the girls All Get Prettier at Closing Time © Mickey Gilley, 1976
Lyrics: Drinking in L.A. © Bran Van 3000, 1997
Rudolf Dassler (1898 – 1974, Herzogenaurach), Cründer und Chef von Puma
Adolf Dassler (1900 – 1978, Herzogenaurach), Gründer und Chef von Adidas

Over-Nite Sensation / Wie einst Real Madrid.

When the kids had killed the man ... © Kai von Kröcher, 2003

... I had to break up the band © Kai von Kröcher, 2003



























It's so very lonely, you're six hundred light-years from home. +++ Dann hätten wir mit dem Saxofonisten Matula und eben jenem Derrick von neulich also schon zwei, in welcher Hinsicht auch immer, Ermittler unter den Gästen. +++ Die seit ungefähr dreizehn Jahren verschollen geglaubten Devereux-Bilder sind urplötzlich aufgetaucht (oben). Matt, Michele und James: Die kanadischen Sisters and Brothers werden da Augen machen. Was man nicht alles im Schrank hinter den Kontoauszügen findet, wenn man nach "DDR gestern und heute" sucht. Ein Ausflug von München nach Füssen, im Regionalzug zu Ludwig dem Zweiten. Das war auch wieder so ein gecrosster Negativfilm, keine Ahnung: der Färbung nach könnte es Kodak gewesen sein. Oder auch Fuji. +++ Neuschwanstein damals, das klingt vielleicht arrogant, entlockte mir irgendwie nur ein Lächeln, ein müdes. +++ Auch mit Frank Zappa habe ich nie groß etwas anfangen können: Die Fans bei mir auf der Schule gingen mir sehr auf den Sack ("Zappa, ey." – "Hm, Zappa." – "Zappa, hehe." – "Ey, Zappa."), und Fotos mit bärtigen Zauseln beim Kacken waren, das klingt etepetete, nie mein Humor. Doch beinah die ganze letzte Woche im Club kam das Gespräch jeden Abend auf ihn, wahrscheinlich wegen des Films: Eat that Question, der gerade sowohl im Regenbogen als auch im Babylon lief. Ich sollte ihm (Frank Zappa/d.Red.) eine Chance geben! +++ Was ich ganz nebenbei interessant, beinahe beängstigend finde: Als Zappa starb, das war Anfang der Neunziger irgendwann, da war er ein Jahr jünger als ich es jetzt bin. +++ Das ist hart. +++ Übrigens: Laura Guidi morgen live in der Kugelbahn Wedding – mit ihrer Band! Die Location ist super, und Laura mit Band kann man sich echt schon mal angucken. Ich sag's ja nur. Ich meine, der Schlagzeuger fliegt extra aus London ein, da wird man sich wohl schon mal kurz in die U8 hoch zum Gesundbrunnen setzen können. +++ Als ich dort oben mal bei einem Konzert auf der Kugelbahn war, das war, das weiß ich noch, nämlich am 12.12.2012, an dem Tag habe ich mir das Rauchen abgewöhnt. Und am 20. September 2014 auf einer Autobahnraststätte bei Nürnberg wieder damit angefangen. +++ Ist aber egal, jedenfalls war, als ich nach dem Konzert, wir müssen dort auf der Kugelbahn in einer Art Zeitschlaufe gehangen sein, dann wieder zur U-Bahn kam, da waren längst alle Eingänge verschlossen. Zum Glück hatte ich noch genau zwanzig Euro für eine Taxifahrt in der Tasche. +++ Beginn ist aber eh schon halb neun, das geht pünktlich los: Hal Strewe, der schwedische Bassist, der ist super, hat danach noch woanders einen Auftritt – mit irgendwem anders. +++ Bald ist ja auch wieder Tanz in den Mai: Ich gehe einfach mal davon aus, dass Weedman & Stalag das übernehmen werden, wir checken das aus! 

Überschrift inspired by: Over-Nite Sensation © Frank Zappa and the Mothers of Invention, 1973
Überschrift: So wie einst Real Madrid © Sportfreunde Stiller, 2000
Bildunterschrift: Ziggy Stardust © Bauhaus (Cover), 1982
Lyrics: 2000 Light Years from Home © The Rolling Stones, 1967
Ludwig II., König von Bayern (1845 – 1886)
Eat that Question © Thorsten Schütte (Drehbuch, Regie), D/F 2016
Something that Sticks © James & Matt Devereux (Drehbuch, Regie, Hauptrollen), D/CAN 2005
Laura Guidi and the Band | Kugelbahn Wedding | Grüntaler Straße 51 | Berlin-Wedding | 12.4. | 20:30

Travelling Auerhahn / ... hat Sommersprossen.

Fernsehturm im WM-Sommer © Kai von Kröcher, 2006/2017















Flash of youth shoot out of darkness. +++ Der Cartoonist sammelt immer gern ein paar Inspirationen aus kleinen Details so am Rande. Die niemandem sonst auffallen würden. Deshalb ist er ja Cartoonist – und bedient nicht die Dampframme heute da unten vor meinem Schlafzimmerfenster. Warum ich da "Derrick" hingeschrieben hätte, bei dem Typ mit den drei großen Bier. Auf einem dieser Zettel, wo ich mir aufschreibe, was jeder so trinkt. +++ Die Geschichte mit dem Typen neulich im Späti (der aussah, angeblich, wie Steve McQueen), die war ja vergleichsweise sterbenslangweilig. +++ Doch kurz mal was anderes: Ich hatte hier letztens mal so nach euren spontan doofsten Songs gefragt. Songs, die einem gepflegt auf die Nuss gehen. Gestern mittag, im Radio, jedenfalls stellten sie ein brandneues Dan Auerbach-Stück vor, das war ohne Quatsch schrecklich. Ich hatte den (Dan/d.Red.) immer für einen der Besseren gehalten, doch da hört er sich, ohne Quatsch, an wie die Travelling Wilburys. +++ Okay, zu Derrick noch mal: Ich sagte also zum Cartoonisten, das sei, weil der anscheinend so heißt: Derrick, aber mit Vornamen. Vermutlich mit 'e' oder so, Derek vielleicht. Ob Derrick auch so geheißen hat, wollte er wissen (deshalb ist er ja Cartoonist), ich sagte: "Nee, der hieß Stephan." +++ Unsere junge Barkeeperlegende aus Schleswig-Holstein, die kam gestern Nacht unangemeldet auf einen kühlen Schluck Sekt in den Club. Weil sie auf den Tag genau jetzt ein Jahr in Berlin war, das gab es zu feiern. Ich sagte, das sei auch für die Stadt ein Gewinn, und das meine ich ernst. +++ Ich selber war heute vor einer Woche vor 28 Jahren am Paul-Lincke-Ufer drüben gelandet – Zeit ist wie Sand, das ist schlimm. +++ Phillip Ernst, der Vater des bedeutenden Künstlers Max Ernst zum Beispiel, der hätte seinen Sohn mit Vornamen statt Max nämlich auch Ernst taufen können, dann wäre der noch berühmter geworden. +++ 'Bo Derek: Mit 56 immer noch eine Traumfrau', schrieb die Bunte 2013 im Internet. +++ Die Karte da oben habe ich heute mal selber gebastelt, erinnert ihr euch an jenen Sommer? Das ist jetzt auch schon wieder elf Jahre her. +++ Die Gäste im Club werden nun langsam schon unruhig, wann denn nun endlich die Preise erhöht werden – von "Prokrastination" ist die Rede. +++ Gestern, nach Feierabend im Club, wo ich die Ruhe dann meistens in Ruhe genieße, da lief im Hintergrund irgendwann All We Ever Wanted Was Everything, das spielte ich dann gleich noch einmal – und dann noch mal von vorn.

Überschrift inspired by: Shine On Me © Dan Auerbach, 2017
Überschrift also inspired by: Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen © Hildegard Knef, 1966
Lyrics: All We Ever Wanted Was Everything © Bauhaus, 1982
Derrick – Krimiserie mit Horst Tappert © ZDF/Herbert Reinecker (alle 281 Drehbücher), D 1974 – 1998

Gudrun Gutmensch / Suicide is painless, it ...

Mekanik Destrüktiw Komandöh © Kai von Kröcher, 2017














... brings on many changes. +++ Eine kurze Geschichte wollte ich gern noch erzählen, ich will Sie aber nicht langweilen! An den Rundfunkgeräten da draußen. Eine Geschichte, was die Welt im Innern zusammenhält. Schlaumeierei, im Prinzip: Eine Art kleine Relativitätstheorie. +++ Das Foto heute, weil ich zurzeit irgendwie keine Bilder mache: Normalerweise kann ich da dichthalten, doch weil Volker (Hauptvogel, Sänger beim MDK/d.Red.) selbst es auch schon nicht abwarten konnte – und das Bandfoto vor ein paar Tagen auf Facebook gepostet hat. Obwohl die LP erst im Juni herauskommen soll. Ist aber eh nicht das Cover, nur auf der Rückseite. +++ Die Relativitätstheorie jedenfalls, eine zähe Geschichte: Neulich ging ich am Kottbusser Damm auf dem Heimweg in einen der Spätis. Kaufte mir Kippen, ein Fläschchen Wulle, Tüte Chips (Cheese & Onion). Mein Ehrgeiz ging auf einen Abend gemütlich zu Haus vor dem Flachbild-Bildschirm. Zehn Euro zwanzig, alles zusammen, ich gab ihm zwölf. Der Spätimann erinnerte mich im Nachhinein irgendwie an eine Art mittelalten Rastapopoulus aus Tim & Struppi, keine Ahnung. Obwohl er eigentlich mehr wie ein Rennfahrer aus den Siebzigerjahren aussah. Vielleicht ein bisschen wie Steve McQueen. Er drückte mir das Wechselgeld in die Hand, Münzen, ich steckte sie achtlos in meine Hosentasche. Dann sah er mich an: "Was habe ich dir da eben gegeben?" Ich: "Keine Ahnung, habe ich nicht drauf geachtet." Er: "Einen Schein?" Ich: "Nee, keinen Schein." Er: "Ich habe dir viel zu viel rausgegeben, fünf Euro." Ich: "Ich habe echt keine Ahnung, ich hab nicht geguckt." Er: "Ich habe dir fünf Euro gegeben – ich weiß auch nicht, warum." Ich (zu mir selbst): 'Warum sollte er mir fünf Euro geben, der Idiot?' – und zu ihm: "Echt keine Ahnung." Wie zum Beweis nahm ich mein Geld aus der Tasche, ein paar Münzen, wir schauten beide ratlos darauf. Er: "Na, egal – ich sehe das morgen bei der Abrechnung, ist nicht so schlimm." Als ich hinausging, drehte sich mir ein bisschen der Kopf. +++ Vorletzte Nacht träumte ich, Suicide würden heute Abend im Club spielen – und ich hatte vergessen, das zu posten. Ich hatte den Booking-Kalender aufgeschlagen, und da stand für heute drin: Suicide. Das ärgerte mich – ich hatte das völlig verpennt. Suicide, das war schon echt mal 'ne Nummer! +++ Heute Abend im Club: SPK/AO – die zwei mit der wilden Mischung. +++ Volker mochte das Bild oben anfangs nicht, wegen der Zunge. Ich sagte: "Doch, gerade die Zunge – die drückt Lebensfreude aus, pures Vergnügen. Ein Lachen, das gleich aus dir herausprustet!" +++ Oder so ähnlich. +++ Das Ende der Geschichte mit Rastapopoulus jedenfalls: Ich lag dann noch eine Weile so herum, konnte nicht einschlafen. Das Geld aus der Hosentasche hatte ich mir noch einmal herausgeholt und lange betrachtet, und vielleicht hatte er recht: Eigentlich waren das wesentlich mehr Münzen, als es nach meiner Erinnerung hätten sein dürfen: 'Ich fahre morgen einfach noch mal bei dem Typen vorbei – mal sehen, ob zu wenig Geld in der Kasse war.' 'Mann, weiß ich doch nicht: Warum gibt der Idiot mir fünf Euro zurück, wo es nur ein Euro achtzig waren?!' 'Macht ja nichts, liegt doch eh auf dem Weg.' 'So ein Depp, das kann mir doch scheißegal sein!' Und so weiter. Morgens beim Aufwachen dachte ich dann: 'Mein Gott – muss dieser Blödmann halt selber drauf achten, ist doch nicht meine Schuld!' +++ Die Spannung steigt! +++ Das war ein schönes Fotoshooting, damals, am 11. März: Ein früher Samstagnachmittag, die Sonne kam zwischendurch immer mal raus, man dachte so: Schade um den schönen Hof! +++ Das war in diesem alten Hinterhof in der Lausitzer Straße, hinter dem La Raclette. Ein paar alte Ställe, Remisen, eine Autowerkstatt, alter Backstein. Kopfsteinpflaster mit Pfützen. Eine Kulisse wie aus Ein Mann will nach oben. Wird komplett alles abgerissen, wenn ich das richtig verstanden habe, und dann mit Arbeiterschließfächern bebaut. Arbeiter gibt es ja keine mehr, mehr so mit blöden Wohnungen für so Leute halt. +++ Auf dem Nachhauseweg, ihr habt es geahnt: Ich fuhr das Maybachufer hinunter in Richtung Westen. Kurz vor der Ankerklause dachte ich mir: 'Ach, wenn ich hier eh schon mal in der Nähe bin...' und bog auf den Kottbusser Damm, ging in den Späti. Derselbe Formel-eins-Fahrer wie den Abend zuvor. Ich sagte: "Und, war gestern zu wenig drin?" Er: "Was?" Ich: "Na, bei der Abrechnung? Du warst dir nicht sicher. Mit dem Wechselgeld, gestern." Er: "Ach so. Keine Ahnung. Hab ich nicht dran gedacht." Ich: "Ach so. Na, egal. Ich nehm' dann mal noch 'ne Tüte Chips." Und habe ihm irgendwas in die Hand gedrückt, er hat mir irgendwas wiedergegeben, wir haben gelacht. +++ Puh, lange Geschichte.

Überschrift inspired by: Kaltes klares Wasser © Malaria!, 1981
Überschrift: Theme From M*A*S*H (Suicide Is Painless) © Manic Street Preachers (Cover), 1992
Lyrics: Theme From M*A*S*H (Suicide Is Painless) © Manic Street Preachers (Cover), 1992
Cheree © Suicide, 1977
Tim und Struppi – Die Zigarren des Pharaos © Hergé, u.a. 1955
Ein Mann will nach oben (13-teilige Fernsehverfilmung nach Fallada) © ZDF, 1978

Copy and Paste / Why do Birds suddenly appear.

Frau Stolpe: Frühlingsgefühle © OL, 2017









I can read your lips / I can read your mind. +++ Inkognito streife ich momentan durch die Szenegaststätten der Gegend, vergleiche heimlich die Preise. Niemand ahnt, wer sich hinter dem geheimnisvollen Fremden verbirgt, der da schweigsam im Halbdunkel sitzt wie ein, sagen wir mal, erdenbürgergewordener Kowie-Anan. +++ Macht also viel Arbeit, man will ja auch fair und gleichzeitig gerecht sein, oder bedeutet das beides das gleiche? +++ Die Zeichnung heute da oben ist zugegebenermaßen schon mehrere Tage alt, passt aber immer noch wunderbar zu der Welt gerade da draußen vorm Fenster. Ich hatte mich erst um eine freundliche Genehmigung kümmern wollen, die lag dann am Ende aber schon nach wenigen Minuten auf meinem Schreibtisch. +++ Vielen Dank also an OL! +++ Eigentlich ist es im Moment eh wieder etwas weniger Frühling als noch zum Beispiel am Wochenende. +++ In achteinhalb Monaten ist Heiligabend, wenn ich mich nicht verzählt habe, das macht Mut. +++ Einer der besten Cartoons jedenfalls der letzten Jahre der Welt, wie ich immer noch finde – und jetzt einfach mal so in den Raum stelle. +++ Da muss sich unsereiner schon ziemlich warm anziehen. +++ Ich weise lieber noch einmal auf meine Webseite hin. Die steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber trotzdem nicht schlecht:  http://www.kaivonkroecher.berlin

Überschrift inspired by: Erase/Rewind © The Cardigans, 1998 
Überschrift also inspired by: (They Long to Be) Close to You © The Carpenters, 1970
Lyrics: Shameless © Groove Armada feat. Bryan Ferry, 2010
Frau Stolpe – Frühlingsgefühle © Olaf OL Schwarzbach, 2017

Too old for Suicide / Everybody's gotta learn Sometime.

Neuer Berliner Osten II © Kai von Kröcher, 2012

















Ich nehm' deine Katze und schüttel' sie aus / Bis alles herausfällt. +++ Auch gestern am Abend wurde das Thema kurz auf die langfristig angekündigte, jetzt über allem drohende Preiserhöhung gelenkt. Ein Damenkloschwert, um hier mal den, wie nennt man das heutzutage? Humorist? Komödiant? Ist ja egal, den Cartoonisten Rattelschneck zu bestehlen – das läuft jetzt schon wieder auf Namedropping hinaus. +++ Das Paar gestern Abend, die kluge schöne Frau: Irgendwann sagte sie, sie sei früher schon öfter mal da gewesen. Dann aber die Schwangerschaft – ihre Frisur habe sich im Laufe der Jahre auch hier und da mal verändert. Gerade säßen nun ihre Eltern zu Haus und passten jetzt auf das Kind auf. Ich ließ meine Arbeit fallen, mischte mich in das Gespräch: Ob sie die Frau sei, da hätte ich gerade schon kurz drüber nachdenken müssen, die damals (das wird so im Sommer vor etwa drei Jahren gewesen sein/d.Red.) bei Raining in Baltimore ... – "... die da angefangen hat zu weinen? Ja, genau!" sagte sie. Das mit dem Weinen sei mir gar nicht aufgefallen, meinte ich, und das stimmt auch. "Doch", sagte sie, "eine ganz kleine Träne." +++ Wegen der angekündigten Preiserhöhung noch mal ganz kurz: Scheinen alle irgendwie gut zu finden. Merkwürdig. Und leben will man ja irgendwie auch. +++ Man will ja nicht leben wie ein Hund. +++ Apropos: Neulich, ich weiß nicht, warum ich das jetzt erzähle. Vielleicht wegen der Mädchen. Es war schon eher recht spät, gefühlt lange schon Feierabend – da war noch ein junger Mann mit einer Julius-Caesar-Frisur hereingekommen, der war recht sympathisch. Ein Schweizer oder ein Bosnier oder Kroate. Er sagte, er sei früher schon öfter mal da gewesen. Und als ich dann irgendwann mal um den Tresen herum musste, da war unten an seinen Barhocker ein jung wirkender Hund angeleint. Wir waren, ich und der Hund, sichtlich überrascht uns zu sehen. Wir freuten uns irgendwie riesig. Ich ging in die Knie, strich durch sein Fell. Das war weich, sauber und jung. Ich dachte kurz darüber nach, warum mir jetzt gerade das Herz überlief. In meinem ganzen Leben hatte ich mich noch nie so gefreut, einem Hund zu begegnen. Als hätte ich eine Ecstasytablette geschluckt. Und, dachte ich noch: 'Händewaschen nicht vergessen', bevor ich zurück an die Arbeit ging. +++ In letzter Zeit habe ich nicht viel fotografiert, das kann sein. Dann nehmen wir heute einfach noch einmal ein älteres Bild, das ist auch auf der Webseite. Da wollte ich eh noch mal drauf hinweisen – schaut sie euch ruhig kurz mal an: http://www.kaivonkroecher.berlin

Überschrift inspired by: Too Old For Suicide © Warren Suicide, 2008
Überschrift also inspired by: Everybody's Got to Learn Sometime © The Korgis, 1980
Lyrics: Weißes Papier © Element of Crime, 1993
Über mir schwebte das Damenkloschwert – ich hatte mich in der Tür geirrt © Rattelschneck, 1999
Raining in Baltimore © Counting Crows, 1993
 
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