Großstadtrevier / DJ Kimble auf der Flucht.

Es gibt Tage, die fangen schlechter an als andere. Der Musikproduzent Stephan F., der seit einer Weile unter meiner offiziellen Meldeadresse in der Dieffenbachstraße wohnt, schrieb mir gestern eine Mail: "Die Polizei sucht Dich!" Ein Mannschaftwagen und ein normales Einsatzfahrzeug hätten vor seiner Wohnung gehalten und nach mir gefragt. Diese Vorstellung machte mir Angst.




Handyfoto: ohne Titel © KvK, 2010

Under the Huber / Freitag.

Namen haben sie viele: Uhus, Glimmertwins, Zwillingsschwestern, M&Ms etc. Freitag Abend schließen sie ihre Laptops an. Krass. Manuel und Mario Unterhuber im club49. Kommt alle!












Foto: M. Unterhuber © KvK, 2009

Pop für Haiti / Arena Glashaus.

Ein knorke Benefiz-Festival für Haiti hat Boernd Nützl aus dem Boden gestemmt: Im Glashaus der Arena Treptow spielen am Samstag u. a. Super 700, Ben Hamilton und Jan und Christian von der Band Selig. Wer Micatone ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber Nikko Weidemann mochte ich schon in den frühen Neunzigern. Eintritt dürfte wohl ein Zehner sein - und weil alle umsonst dabei sind, geht das Geld komplett an die Erdbeben-Opfer. Mit gutem Beispiel voran wie so oft DJ Kröch: Als offizieller Pop-Pourri-Fotograf verzichtet er aufs Honorar. Jeden Tag ne gute Tat - checkt es aus und seid dabei!



Flyer: Pop Pourri for Haiti © Ich bin Pop, 2010

Matze / Die Zeiten ändern sich.

Hey, schaut mal, was ich grad auf Diegos Blog entdeckt habe: http://diego.blogger.de/stories/1575326
Matze (links) im neuen Bushido-Film. Hatte er gar nichts von erzählt...







Foto: Zeiten ändern Dich © Promo, 2010

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Ein Bild aus dem Club. Von vor einer Woche. Laser Girl - und auf dem Plattenteller eine brandheiße 7'' aus New York City. Heute kein Fußball. Wenn ihr versteht, was ich meine.









Foto: Laser Girl © Winson, 2010

Expertenrunde / kommt alle.

Reminder zur Expertenrunde am Nachmittag: Ab 15:30 Uhr unter anderem mit Wolfsburg - Bayern, Bochum - Leverkusen und als Topfspiel um halb sieben Nürnberg gegen Stuttgart. Zur Einstimmung schon mal ein wundervolles Motiv aus der Altstadt von Wolfsburg, dem Deutschen Meister von 2009. Um acht kommt dann der Uhu.




Foto: Altstadt © KvK, 2008

Mit 17 hat man noch Träume / Werbevertrag.

Ich träumte, ich hätte einen betrunken randalierenden Spieler des 1. FC Union zur Vernunft gebracht, so dass er wieder auf den Platz durfte und spielen. Dafür bekam ich eine Einladung zu einem Bankett von Bayer Leverkusen. Die überreichten mir sogar noch ein Bayer-04- Badehandtuch und klopften mir auf die Schulter. Und einen Werbevertrag bekam ich auch angeboten - für eine Bio-Honigmarke, von der ich noch nie gehört hatte. Das Handtuch wollte ich meinem Patenkind schenken, und so war ich etwas enttäuscht, als ich aufwachte. Träume sind Schäume, da machen wir uns mal nichts vor. Morgen dann Bundesliga im Club. Expertenrunde ab 15:30 Uhr. "Checkt es aus" darf man ja nicht mehr sagen.


Foto: Bayer-Fan auf Schlitten © KvK, 2010

Ende der Eiszeit / Lebensgefahr.

Gestern früh wagte ich mich nun doch endlich auf das letzte Abenteuer der Menschheit und überquerte zu Fuß den Landwehrkanal am Urbanhafen. Nirgendwo ein Mensch, und wenn ich einbreche, dachte ich, ist es auch egal. Wenn man dann wirklich einbricht, denkt man vielleicht nicht mehr egal. Mittags gab es draußen eine Lautsprecherdurchsage der Polizei. Sie warnten vorm Betreten der Eisfläche. Da saß ich schon schön auf dem Sofa. Heute Probetraining im Club. Mit Minki Warhol.


Handyfoto: Eiskanal © KvK, 2010

Barkeeperlegenden / Neueinkäufe.

Bevor der Transfermarkt für die laufende Saison gestern endgültig schließen konnte, habe ich schnell noch in punkto Neuverpflichtung zugeschlagen (Foto). Donnerstag Abend erstes Probetraining. Ohlauer 31. Da lassen wir die Katze sozusagen aus dem Sack. Im wahrsten Sinne.








Foto: club49 © KvK, 2008

Urlaub / ein Traum.

Ich träumte, an meinem Urlaubsort (?!) hätte ich eine merkwürdige Schlagzeile der Bild am Sonntag entdeckt: "Skandal! Meiling auf der Berlinale" - darunter ein S/W-Foto, wo Kultregisseur Ralph Meiling auf dem Rücken liegt und mit einem Nutztier schläft. Ich dachte: "Wow!" Für all jene, deren Sache der Verkehr mit Nutztieren nicht ist: hier ein neuer Cartoon aus Berlin-Mitte.



Cartoon: In Mitte © Ralph Meiling, 2010

Waslawska / The Movie.

Peinlich, wenn man selber über seine eigenen Witze lacht: Im Internet vorhin fand ich meine Memoiren zu den Dreharbeiten zu "Waslawska" in Cannes seinerzeit. Geschrieben 2007, kurz vor der Fertigstellung des Films - nach fast zehn Jahren:

Die Dreharbeiten zu Waslawska? Mein erster Film als Schauspieler. Und bisher auch mein letzter. Lange her. Um nicht den Spruch zu bemühen, wer sich daran erinnern kann, ist nicht dabei gewesen.

Côte d´Azur - schon einigermaßen warm damals im Mai vor acht Jahren, erst recht wenn man mit Perücke und ohne Drehbuch tagelang planlos durch Cannes laufen muss: Morgens immer erst einmal in den eiskalten Pool der "Villa Jasmina“, unserem Domizil in den Bergen oberhalb Cannes'. Sowas hilft Wunder gegen den Kater. Dann in den VW-Bus wie eine Drückerkolonne, um sich anschließend in der Stadt zum Affen zu machen. Im Nachhinein eine verklärt schöne Zeit - während der Dreharbeiten der totale Scheiß.

Es hat mindestens zwei Momente gegeben, wo das Projekt böse zu kippen drohte. Da hätte Alex (Oktav) um ein Haar alles hingeschmissen. Oder Ralph Meiling auf die Schnauze gehauen. Oder beides. Aus verschiedenen Gründen: Einmal hatte er die Nacht zuvor dermaßen gebechert, dass wir morgens dachten, er sei tot. Er musste dann durch die Straßen getrieben werden wie ein armer Ackergaul, bis ihm schließlich der Kragen platzte. Das andere Mal war die Regie-Anweisung, in seiner albernen Verkleidung und mit einem albernen Englisch zu versuchen, an den Türstehern vorbei auf eine VIP-Filmparty zu gelangen, wobei er sich vollkommen gedemütigt gefühlt haben muss. Da hätte er Ralph Meiling wieder fast auf die Schnauze gehauen.

Ralph und sein Bruder, unser Produzent, hätten sich gleich in der zweiten Nacht auch beinah auf die Schnauze gehauen. Da war ihnen gerade klar geworden, welch debile Aktion es gewesen war, mit nicht mehr als einer einzigen Idee, aber einem Team von neun Leuten plus Hund und einem Kofferraum voll Dosenbier knapp 2.000 Kilometer weit zu reisen, um einen No-Budget-Film zu drehen. Sie saßen am Pool und schrieen sich stundenlang an, während wir anderen uns kleinlaut verkrümelten und Tischtennis spielten.

Was mir sonst noch so einfällt? Alf S., unser Spezial-Effekte-Mann, hat ständig den Hund verprügelt. Oder ihn in den Pool geworfen, was wir stillschweigend verurteilten. Dafür hat er mir aber mal den Schuh repariert, was er wohl besser drauf hatte, als Rauch zu machen, denn einmal wären wir beinah alle auf offener See erstickt.

Unser Kostümbildner und Koch Thomas Schulz: Haha, dachten wir einmal, das sieht ja voll aus wie Sheeba, was wir da essen! Haha, toller Witz - bis dann irgendwer leere Katzenfutterdosen im Mülleimer fand.

Die transsexuelle Maskenbildnerin Francesca aus N.Y.C. machte sich unsterblich, als sie in einem piekfeinen Nobelrestaurant in Cannes oder Monte Carlo plötzlich vollbreit auf den Stuhl stieg, ihren Rock hob und in den Raum hinein brüllte,"ihr glaubt doch alle, ich habe einen Schwanz!!!“ Sie hatte keinen. Auf der Rückfahrt kotzte sie in die Lüftungsschlitze des alten Golfs - danach wollte keiner mehr damit fahren.

Tonmann Andreas hielt sich die meiste Zeit still im Hintergrund. Ich glaube, er hätte lieber weiter an seinem Haus gebaut, als zehn Tage lang mit kostümierten Laiendarstellern durch die brütende Mittagshitze zu laufen und Katzenfutter zu essen.

Zu Uwe (Marek) fällt mir nur noch ein, dass sein waslawskanischer Wortschatz aus einem einzigen Wort zu bestehen schien und dass er einmal einen Monolog über Tom Jones gehalten hat.

Na, jedenfalls ist jetzt, im Herbst 2007, etwas passiert, wo besonders Alex und ich immer drauf gehofft hatten, was aber niemand mehr für möglich gehalten hat:

Ralph Meiling glaubt plötzlich wieder an diesen größten Schrottfilm aller Zeiten und jetzt hat er sich endlich in einer Art von Wahn auf die mehr als siebzehn Stunden Rohmaterial gestürzt und "Waslawska“ zusammen mit der Choreographin Stefanie Schröder geschnitten. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Kai von Kröcher (alias Pavel Zynklawski)

P.S.: Wer irgendwann Nachts einmal das komplette Badezimmer der "Villa Jasmina“ voll gereihert hat, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Ich aber, das schwöre ich, war es jedenfalls nicht.

"Waslawska". Heute als Stummfilm zu sehen im club49. Checkt es aus.


Foto: Mario © Sabine Steinort, 2010


Waslawska / Laser-Show.

Mist, die Bierfahrer kommen gleich. Nur ganz kurz: Zur Laser-Show morgen gibt's als Stummfilm-Support den Kult-Klassiker "Waslawska" von Kult-Regisseur Ralph Meiling. Heute im Club: IM Sound.


Wer heute lieber zu Hause bleiben will:

23:55 RTL II
"Bruce Lee - Die Todeskralle schlägt wieder zu"








Foto: Waslawska, der Film © Promo, 1999
 
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