Franz Beckenbauer / Mysterious Ways.

Polaroid © Carsten Klindt, frühe 1990er






















"Passivrauchen ist das neue Atmen." +++ Wie man sich täuschen kann: von wegen "südländisch" oder "Verkehrsschild"! +++ Heute Abend mit DJ im Club: Hackelboerger, unser Mann sozusagen bei Universal. Hackelboerger feiert Geburtstag und legt ein ganz bisschen auf. +++ Was mich etwas nervös macht: Der Steuerprüfer blieb statt dem einen angesetzten Tag, nämlich dem Montag, direkt gleich bis zum Mittwoch in meinem Steuerbüro – ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? +++ I have nothing to declare except my genius. +++ Wie man sich jedenfalls täuschen kann. Carsten Klindt nämlich schrieb eine SMS, die bringt vielleicht Licht in die Sache. Er schreibt: "Also die Stehlampe, respektive das Straßenschild, ist in Wahrheit ein Leuchtturm in der Nordsee. Im Vordergrund versucht ein abgeschnittener Kopf über den Deich zu schauen. Der Deich ist in Wahrheit aber das Ende des Films. Polapan KB-Diafilm, kopiert auf Polaroid, Nordsee, Anfang der 90er." +++ Abgeschnittener Kopf? +++ Ja, wie gesagt: heute Abend der Hackelboerger – mein Worterkennungsprogramm erkennt das Wort "Hackelboerger" nicht. +++ Den Leuchtturm erkenne ich dafür nicht...! 

Überschrift inspired by: Franz Beckenbauer (* 1945, München), deutscher Fußballspieler
Überschrift also inspired by: Mysterious Ways © U2, 1991
Zitat: "Passivrauchen ist das neue Atmen" © HLB, neulich im Club
"I have nothing to declare ..." © Oscar Wilde (vielleicht aber auch nicht...)

Looking at Pictures in my Head / Trockenbau und Romantik.

Polaroid © Carsten Klindt, (?)























Wishing I was young forever. +++ Machen wir's kurz, ich will den Tag heute nicht am Laptop verplempern – wenn auch noch immer der zweitschönste Platz, direkt nach dem an der Theke: Das Polaroid (oben) jedenfalls, jetzt komm' ich textlich/gedanklich gerade nicht weiter, es gehörte zu einer Geschenkverpackung. Im Halbdunkel der Nacht gestern Abend hatte ich darauf eine Sofakante ausgemacht und eine Stehlampe – bei Tageslicht allerdings Unsinn: Carsten Klindt jedenfalls hat es fotografiert, und obwohl von der Nordsee gebürtig (er), würde ich wegen des Vorfahrt-gewähren-Schildes eher zehn Euro auf südländisch tippen. Leider weiß ich das Jahr nicht, aber im Prinzip nicht so wichtig. +++ Apropos: Der Frühlingsanfang ist mir in den letzten Jahren annektiert worden, wie ihr wisst, auch wenn das wie falsches Deutsch klingt. Denn früher, seit ich ganz klein war, ein Kind sozusagen, und dann später auch immer noch, als Heranreifender und junger Erwachsener. Jedenfalls hatte ich beinahe jedes Jahr immer am Frühlingsanfang Geburtstag – das war Gesetz, eine Naturgewalt. Und dann eines Tages kam irgend so ein Gelehrter, der sagte: wir schreiben die Hitlertagebücher neu. Den Kalender hat er sich bei der Gelegenheit gleich mit vorgeknöpft. Und jetzt habe ich nur noch ungefähr alle fünfzig Jahre am 21. März! +++ Der letzte Satz ist natürlich ein Scherz, das geht ja gar nicht – aber das mit dem Frühlingsanfang stimmt ungefähr so. +++ Und das mit dem Trockenbau oben war mir neulich so durch den Kopf gegangen: Postfaktische Lyrik, und trotzdem nicht ohne Sinn und Verstand. +++ Kann man mal bringen...  

Überschrift inspired by: Red Lights © Angu, 2004
Überschrift also inspired by: Trockenbau und Romantik (Fragment) © Kai von Kröcher, 2017
Lyrics: It's Been Done © Angela McCluskey, 2004
Der schönste Platz ist immer an der Theke © Toni Steingass, 1950

Theodor Storm im Wasserglas / Lichtschreinerei.

Spreespeicher © Kai von Kröcher, 2017

Spreespeicher © Kai von Kröcher, 2017

Laura mit Band, Fidicinstraße © Kai von Kröcher, 2017








































Ich schwör' Ihnen, das Publikum weint vor Rührung, wenn Sie Inge Meysel als Geisel nehmen. +++ Heute zu Mittag wurde ich doch etwas unruhig: Ich würde nun doch endlich rüber zum Club stiefeln müssen, die verdammte Markise reinkurbeln. Vor meiner Haustür lief ich der jungen Bosnierin oder Kroatin ins Rad, die ab und zu sagt, ich würde nicht älter. Warum weiß ich bloß nie, ob sie mich auf den Arm nimmt? Ich sagte: "Ich muss mal schnell rüber zum Club, die fucking Markise reinkurbeln." Sie sagte, sie sei gerade beinah vom Fahrrad geweht worden. Und: "Ich habe noch nie solche Wellen auf dem Kanal gesehen!" Das gleiche war mir auch gerade durch den Kopf gegangen, doch ich war mir nicht sicher. Dramatisches Sonnenlicht brach sich auf tosenden Schaumkronen – sagt man das so? +++ Game over, Krauts! sollen super gewesen sein, gestern – da saß ich in einem Keller an der Fidicinstraße oben. Irgendeiner hatte die wichtigste Glühbirne herausgedreht, und so zimmerte ich experimentelle Bilder. Schönes Konzert, tolle Band. Schade, Matteo Tambussi passte nicht mehr mit auf das Bild: Der spielte die most tasty oder tastieste Gitarre, wie ich sie seit Neil Reynolds nicht mehr gehört habe. Das ist beinah schon wieder fast zwanzig elende Jahre her. +++ Nachmittags vor dem Gig durfte ich Laura mit Band schon im Studio treffen, im vierten Stock eines Speichergebäudes direkt an der Spree. Menschen scheint es dort auch zu geben: Man sah ihre Spuren, traf aber nirgendwo einen. Ich musste mich an den Soundwellen orientieren, bahnte mir wie eine Fledermaus einen Weg durch recht zwielichtige Lagerhallen. Der Wind pfiff durchs Fenster – der Schreck meines Lebens fuhr mir in Mark und Bein, als hinter einem Mauervorsprung ein bewaffneter Flugzeugentführer auftauchte. +++ Warum freu' ich mich immer, wenn Gomez ein Tor schießt? +++ In dem angehipsterten Laden an der Fidicinstraße am Abend wohnten auch Katzen, sie nannten das so: Wohnen. Die eine war groß wie ein Luchs, es roch ein bisschen nach Sheba.

Überschrift inspired by: Der Schimmelreiter (Novelle) © Theodor Storm, 1888
Überschrift also inspired by: Fotografie (aus altgriechisch φῶς phōs, im Genitiv φωτός photós 'Licht' 
                             und γράφειν graphein 'schreiben', 'malen', 'zeichnen', also "Zeichnen mit Licht")
Lyrics: Guten Tag, Herr Filmproduzent © Udo Lindenberg, 1975

Mendocino / Country Disappeared.

Laura Guidi, Session-Outtake © Kai von Kröcher, 2017





















Sie nimmt dich mit nach Chicago, nach Chicago. +++ Am Südstern vor ein paar Tagen lief mir der anonyme Filmemacher beinah ins Rad, das ist auch fast schon wieder gelogen: Kurz vorher war mir einer der Bautenzüge gerissen – der Bremsweg war träge und lang, wie man es sich bei Containerfrachtschiffen erzählt. Wir smalltalkten kurz über Union, den VfB Stuttgart, dies und das. Sein letzter Kurzfilm tourt seit ungefähr einem Jahr über die Festivals rund um die Welt, und irgendwo holt der immer grad einen Preis. "Demnächst", meinte er, und da tauschten wir kichernde Blicke, "läuft er in Mendocino!" +++ Die U42-Generation versteht heute wieder kein Wort. +++ Und das ist auch gut so. +++ Auf Gran Canaria, über zwanzig Jahre ist das nun echt schon wieder her, da fuhr ich mit einem Freund mal durch den kleinen Ort San Bernadino: Wir hatten uns einen Mietwagen genommen – ich glaube sogar, einen Citroën+++ Im Club heute Abend: der Loungelord. +++ California City zum Beispiel ist ja für den Grimmepreis jetzt Ende März nominiert: Seit anderthalb Jahren hängt das Plakat unprätentiös unter einem der Kleiderhaken im Club, in R-Monaten meistens von Mänteln verdeckt. Noch schlummert es dort, ein verwunschenes Kristall – doch draußen summt leise schon der Frühling sein Lied. +++ Das Foto heute ist ein sogenanntes oder -genannter "Outtake" – von einer Session mit Laura Guidi im letzten Monat: War nur mal so eine Idee, doch niemand kann meine Automechanikerlampen leiden. Immerhin – und da kann man jetzt sagen, der spinnt – erinnert das Bild mich auf eine Art an Patti Smiths Easter. +++ Die Welt im Moment kommt mir noch einen Tick crazymäßiger vor als sowieso schon, das wird wohl mein subjektives Empfinden sein. +++ Genau: Laura Guidi mit Band morgen live in einem Laden in der Fidicinstraße oben, da finde ich gerade nichts drüber auf Facebook. Ich glaube, der heißt T-Berlin irgendwie, oder so. Mit Band, das soll super sein: Neulich, da hatte sie auch schon mit Band im Kaffee Burger gespielt, an der Torstraße in Mitte. Und im Club, Stunden danach, trudelten Leute ein, die kamen gerade daher – und kamen mir ganz aus dem Häuschen vor. +++ Morgen Abend wieder im Club: Game over, Krauts!        

Überschrift inspired by: Mendocino © Michael Holm (Cover), 1969
Überschrift also inspired by: Country Disappeared © Wilco, 2009
Lyrics: Chicago © Clueso, 2006
Nachspiel / Aftermath (Kurzfilm) © Ralf Beyerle (Drehbuch, Regie), D 2016
San Bernadino © Christie, 1970
California City (Dokumentarspielfilm) © Bastian Günther (Drehbuch, Regie), D 2015
Laura Guidi & Band | Freitagabend | t Berlin | Fidicinstraße 38 | Berlin 61
Game over, Krauts! | Season VI | Freitagabend | club49 | Ohlauer Str. 31 | Berlin 36

Er wollte nach London / Du die Sphinx im schwarzen Kleid.

A Disappearing World © Kai von Kröcher, 2017
















Italian girls want cars. +++ Apropos: Gestern Abend im Club konnte ich vorab schon einmal in die noch warmen Aufnahmen zu Laura Guidis erstem Album hineinhören. Wegen des Fluglotsenstreiks (oder des BERs im Allgemeinen oder der Pilotengewerkschaft, man weiß es nicht so genau) – der Gesang jedenfalls konnte in London noch nicht für alle Songs eingesungen werden. Und trotzdem, als verlorengegangener Musikkritiker hatte mich das erste Hören jedenfalls irgendwie sehr berührt, ein großer Moment: Eine ganz neue Laura Guidi sah ich da vor mir – eine mit mir bis dahin noch unbekannten Facetten. +++ Der verlorene Musikkritiker nu wieder. +++ Gedanken zum Sonntag, die sind alle nicht neu: Dass Plastik scheiße ist, wussten wir schon in den Siebzigern. +++ Das Bild heute übrigens stammt aus dem neuen Pirelli-Katalog für geile Böcke einer Fotosession mit dem Mekanik Destrüktiw Komandöh gestern im Hinterhof in der Lausitzer Straße – die haben ja auch noch ein neues Album im Ärmel, das kommt dann im Juni heraus. "Setting" des "Shootings" jedenfalls war: Bastis Eastside-Garage, die wird in den kommenden Jahren leider den Neubauten weichen. Blixa Bargeld ist schuld, kleiner Scherz. Immerhin einer meiner Lieblingsorte auf diesem Planeten, was gar nicht ganz übertrieben ist. +++ Eigentlich ganz schön, heute, da draußen: So langsam lässt er sich nicht mehr negieren, der Frühling! +++ Am Abend im Club dann wieder mit Miezen. +++ Blixa Bargeld ist lieb.

Überschrift inspired by: Er wollte nach London © Udo Lindenberg, 1973
Überschrift also inspired by: Zu nah am Feuer © Stefan Waggershausen & Alice, 1984
Bildunterschrift inspired by: Disappearing World © David Gray, 2005
Lyrics: Some Girls © The Rolling Stones, 1978

I was a Lone Wolf / Elf Freunde müsst ihr sein.

Warnemünde: Morial © Kai von Kröcher, 2004

Warnemünde: Hotel Neptun © Kai von Kröcher, 2004



























Gibt es in Berlin eigentlich auch so Frühstückscafés wie bei uns in Hannover? +++ Zugegeben: An mir ist nicht nur ein Musikkritiker verloren gegangen, das vergessen die meisten. Und nach spätestens zwölf Minuten Fraktus im Fernsehen neulich musst' ich mich innerlich übergeben. +++ Dank seines sprichwörtlich kompromisslosen Stoizismus konnte Kowie Annan sich seinen Sitz im Ohlauer Sicherheitsrat vorübergehend zurückerkämpfen – dieser Fall erhitzt aktuell viele Gemüter. +++ Am 16. März übrigens, das ist kein Geheimnis, sondern ein Donnerstag (wie findet ihr diesen Scherz?), legt der Loungelord bei uns in Berlin auf. +++ Grüße außerdem "in die Staaten": Mein halb-amerikanisches Patenkind Morial hat heute Geburtstag! Damals noch ein bisschen mit Fernweh am Strande von Warnemünde (oben) – heute die unumstrittene Nummer 1 im Kasten des Paris High School Girls Soccer-Teams! Best Wishes nach Texas, wie man hier gerne sagt!!! +++ Bei dem Trip an die Ostsee damals entstand auch jener Klassiker der zeitgenössischen Farbfotografie (Warnemünde: Hotel Neptun, 2004), der seit mindestens zehn oder elf oder zwölf Jahren im Club hängt – das nur so als Zaunpfahl an unsere Barkeeperlegende aus Schleswig-Holstein! +++ Welchen Gag ich außerdem heute noch unbedingt unterbringen wollte: Devid Striesow – one of the most overrated actors in Germany!

Überschrift inspired by: Told You I'd Be With The Guys © Cherry Glazerr, 2016
Überschrift also inspired by: Elf Freunde müsst ihr sein (Jugendroman) © Sammy Drechsel, 1955
Zitat: Brit (damals Freundin meines ältesten Freundes), zu Besuch in Berlin, ca. 1992
"Meryl Streep, one of the most over-rated actresses in Hollywood!" (US-Präsident twittert, Januar 2017)
Devid Striesow (* 1973 in Bergen auf Rügen), deutscher Schauspieler – u.a. in Fraktus (2012)

Wyatt Earp / Die Reise nach Jerusalem.

Fraenkelufer: Weide Nr. 25 © Kai von Kröcher, 2017

Galerie Crystal Ball © Kai von Kröcher, 2017

Blaulicht und Zwielicht © Kai von Kröcher, 2017

Industrialisierungsromantik © Kai von Kröcher, 2017

Galerie Crystal Ball © Kai von Kröcher, 2017

Django Knoth: 'No Mercy Portraits' © Kai von Kröcher, 2017














































































I swear I quit my job / I quit it quick / Oh, yeah. +++ Zeit für ein kleines Geständnis: Als ich am Sonntag als Privatmann etwa um Mitternacht meine Wohnung betrat, mir einen lauchigen Flammkuchen aus Bielefeld in den Backofen schob, einen nicht desinteressierten Blick in die Hörzu warf: Fünf nach zwölf lief Fraktus im Fernsehen, den kannte ich immer noch nicht. Zwanzig nach zwölf beendete ich den Spuk – stattdessen warf ich Waslawska in mein externes Laufwerk. +++ An verhangenen Tagen: Esst ihr da manchmal auch Spaghetti zum Frühstück? +++ Waslawska, das musste ich feststellen, ist leider irgendwie nur noch mit Passwort zu schauen; ich weiß nicht, ob ihr da reinkommt – ist aber dann auch nicht mein Problem. +++ Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können. +++ Die Bilder heute sind ein Gemischtwarenladen im sympathischen Sinn: Da hätten wir zum einen die gefällte Weide Nr. 25 vor meinem Fenster, die wird langsam zum Wallfahrtsort. +++ Dann Fotos aus einer Katzenfütterungssituation heraus: Die italienische Barkeeperlegende nahm in London den Gesang für ihr Album auf, ich tischte ihren zwei schwarzen Teufeln Sheba in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen auf. +++ Ankerklause – und nach hinten raus Industrialisierungsromantik! +++ Sonntag war dann ja auch die Ausstellungseröffnung von Django Knoth: die letzten Vorbereitungen, winzige Korrekturen – bevor dann gleich die Besucher einfallen. +++ Die beiden Katzen, das war nur ein Spaß, das sind keine Teufel – die waren wahnsinnig entspannt. Und Beef mögen sie lieber als Poultry, nur so als Insiderinformation! +++ Turkey essen sie auch gern – um Whitefish allerdings machen sie einen sprichwörtlichen Bogen. +++ Inspektor Barnaby (kleiner Scherz!) brachte mich auf den Gedanken: Die Porträts hängen seitenverkehrt, es sind Dias auf Röntgenfilmstreifen. Man selbst sieht sich wie vor dem Spiegel, ein ziemlich vertrautes Bild also. Allen anderen dürfte der Mensch auf dem Bild eher befremdlich vorkommen. +++ Quatsch. +++ Was ich noch sagen wollte, was mir gestern Nacht auf dem Damenrad einfiel: Seht euch statt Fraktus einfach mal Something That Sticks an, die fiktive Dokumentation der kanadischen Devereux-Brüder aus München. Lief mit großem Erfolg auch schon zweimal im Club, im Anfangsjahr 2005 nämlich – leider nur schwer zu bekommen!

Überschrift inspired by: Wyatt Earp (1848 – 1929), amerikanischer Revolverheld
Überschrift also inspired by: Chairs Missing © Wire, 1978 
Bildunterschrift u.a. inspired by: Blaulicht und Zwielicht © Element of Crime, 1991
Lyrics: Quit My Job © Man Behind Tree, 2015
Galerie Crystal Ball | Django Knoth: No Mercy Portraits | Schönleinstr. 7 | tgl. (?) 14 – 19 Uhr
Fraktus – das letzte Kapitel der Musikgeschichte © Lars Jessen (Regie), D 2012
Waslawska (w/ Alexander Laurisch, Kai von Kröcher) © Ralph Meiling (Regie), D/F 1999/2008
Something That Sticks © Matt (Drehbuch) und James Devereux (Drehbuch, Regie), D 2005

Cemalim / Wir waren die neue Zeit.

No Mercy Portrait # 102 © Django Knoth, 2016


























"Tagsüber lötete ich hinter der Werkbank einer Berliner Elektrofabrik Radiokondensatoren, abends aber sang ich aus Liebhaberei Schlager: Bald hatte mich die Teldec entdeckt; es war bei einem Tanzabend." +++ Zeit für ein kleines Geständnis: Der Baum unten vorm Fenster ist mir wurscht. Da mach ich mir doch dann schon eher um den Regenwald drüben Sorgen, das versteht sich von selbst. +++ Heute Abend die Ausstellungseröffnung, auch wenn die Webseite verwirrende Angaben macht: Django Knoth in der Schönleinstraße, heute Abend um 19:00 Uhr. +++ Vielleicht aber schon gestern, das wäre dann doof. +++ "Männer und Frauen nehmen Farben unterschiedlich wahr", sagen sie grad in der Hörbar im Radio – zum Glück sind die Bilder schwarzweiß.

Überschrift inspired by: Cemalim © Erkin Koray, 1974
Überschrift also inspired by: Wir waren die neue Zeit (Roman) © Andreas Baum, 2016
Zitat: Manuela (1943 – 2001), Schlagersängerin aus Berlin-Wedding
Galerie Crystal Ball | Django Knoth: No Mercy Portraits | Schönleinstraße 7 | Sonntag, 5.3. | 19:00 Uhr

Alexandra / Im sechsten Stock.

Kein falsches Mitleid mit Bäumen © Kai von Kröcher, 2017
















Did you ever want to be alone, be a white in decent snow? +++ Welchen Song findet ihr besser? +++ Spricht man Super700 eigentlich "Supersiebenhundert" oder "Supersevenhundred"? +++ Wisst ihr überhaupt, wie es tief drinnen aussieht in mir? +++ Und wie sähe die Welt mit Brian Jones heute aus? +++ Wie übersetzt man "überhaupt" ins Englische? +++ Wusstet ihr schon, dass eine saftige Preiserhöhung ins Haus steht? Szenegaststätte der Herzen? Ohlauer Straße? +++ Was heißt "Decent Snow" eigentlich genau? +++ Warum hat niemand geweint, als der Baum vor meinem Fenster gefällt worden ist? +++ Spielt Eric "der Lahmarsch" Clapton tatsächlich Leadgitarre bei While My Guitar Gently Weeps? +++ Weg mit den Alpen, freie Sicht auf die Nordsee? +++ Wusstet ihr das? +++ Warum heißt es hier "worden ist" und nicht "wurde"? +++ Ist hier nicht sowieso alles scheißegal?

Überschrift inspired by: Mein Freund, der Baum © Alexandra, 1968
Überschrift also inspired by: Im sechsten Stock © Alexandra, 1968 
Bildunterschrift inspired by: "Kein falsches Mitleid mit Walen!" © Wolfgang (Gast, früher), ca. 2014
Lyrics: Decent Snow © Super700, 2012

Klub 27 / His Satanic Majesty Requests.

Weihnachten am Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2016
















You're flying over my head, you're landing all over town. +++ Es wird langsam Frühling, it's true. +++ Einen bemerkenswerten Traum träumte ich heute früh irgendwann vor dem Aufstehen +++ Nee, ohne Quatsch, ihr habt ja auch alle schon einmal geträumt: Jedenfalls machten wir eine Art Sightseeing-Tour irgendwo in den Bergen. Es fühlte sich ein bisschen so an wie früher bei Lassie, es könnten "die Rockies" gewesen sein. Wir besuchten auch eine Friedhofsanlage mitten im Wald; ich dachte, es sei eine KZ-Gedenkstätte. Auf der Landkarte war darin irgendwo etwas wie eine Hütte eingezeichnet – relativ klein, 36qm vielleicht. Und als wir hineingingen, da musste ich innerlich schmunzeln. Ich war davon ausgegangen, wir besuchten den Präsidenten, und an der Wand hing ein großes gerahmtes Porträt von Chuck Norris, verschnörkelter goldener Rahmen. Ich dachte: "Hängt der sich echt ein Bild von Chuck Norris an die Wand, dieser Kindskopf!" Im hinteren von zwei Zimmern allerdings lag dann Chuck Norris selbst auf dem Sofa. Wir waren also gar nicht beim Präsidenten, da hatte ich mich dann wohl geirrt. Chuck Norris sagte zu mir: "Kai, du hast ja auch blaue Augen!" Doch das Licht war so dermaßen funzelig fahl, dass ich kaum etwas erkennen konnte, und ich sagte zu ihm: "Wieso, du auch?" Und Chuck Norris zeigte mir seine Augen. +++ It's true. +++ Nicht Mick Jagger ertränkte Brian Jones damals im Swimming Pool: Ian Stewart war's – das gab Sean Spicer in einer eilends anberaumten Pressekonferenz gestern überraschend bekannt.

Überschrift inspired by: Klub 27 (Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison)
Überschrift also inspired by: Their Satanic Majesties Request © The Rolling Stones, 1967
Lyrics: Anemone © The Brian Jonestown Massacre, 1996
Lassie (Fernsehserie) © USA 1954 – 1973
Brian Jones (*28.2.1942 †3.7.1969)

Sky and Sand / Black and White.

Uhlandstraße © Kai von Kröcher, 2016
















So the sea has gone to take me / Maybe now I'd fell it fall / I tell myself I won't get astray / I believe it's going be hard / So I look across the mane / To a point far out of sight / Over me comes the rain / And I be gone. +++ Immer, wenn ich an Fritz Kalkbrenner denke. Oder besser gesagt: Immer, wenn ich Fritz Kalkbrenner höre. Wenn ich Fritz oder auch Paul Kalkbrenner höre. Dann muss ich jedes mal auch an meine eigenen Songtexte früher denken: Die mythische Zeit, damals vor ungefähr dreißig Jahren, als ich südlich der Südheide New-Wave-Superstar war. +++ Auch nördlich des Nordharzes. +++ Gestern, die Lyrics an dieser Stelle, die mit dem Mond, die waren nämlich von mir: Damals gab es noch keine Übersetzungsprogramme, nicht einmal Internet. Damals gab es nur die altjüngferliche Englischlehrerin, aber wir kannten es ja nicht anders. +++ Trotzdem lustig: Irgendwas über Fritz und Paul Kalkbrenner will ich seit ewigen Jahren hier mal schreiben. Ich stelle sie mir als total nette Typen vor, und ihre Songs sind ja auch immer ganz nett. Und anscheinend schreiben sie ihre Texte, wie es ihnen gerade so in den Sinn kommt – das finde ich ziemlich gut. +++ Könnte aber auch sein, dass sie völlige Kotzbrocken sind – die Dieter Zurwehmes des Hitparaden-Electros, das weiß man ja nicht. +++ Oder Paul ist Zurwehme, Fritz Donald Trump. +++ Eigentlich will ich aber eh nur das Foto heute hier posten: Spaziergang am ersten Weihnachtstag – damals war alles schwarzweiß.

Überschrift inspired by: Sky and Sand © Paul Kalkbrenner, 2008
Überschrift also inspired by: Black and White © The Stranglers, 1978
Lyrics: Back Home © Fritz Kalkbrenner, 2014
Signs © La Petite Mort, 1987
Dieter Zurwehme (* 1942, Bochum), Gewaltverbrecher und Serienmörder

Moral Conduct / Schlaflos in Neukölln.

Laura Guidi, Deriva © Kai von Kröcher, 2017

Laura Guidi, Deriva © Kai von Kröcher, 2017

Laura Guidi, Deriva © Kai von Kröcher, 2017

Laura Guidi, Deriva © Kai von Kröcher, 2017




















































Well, last night the moon rose over our village in vicious green. +++ Ganz kurz noch zu Johannes Vogl: Seine Fünf Monde auf der Baustelle Rütli waren bis zu 2x2 Meter, das fällt mir noch ein: Eine Anwohnerin hatte sich nämlich beschwert – sie könne bei Vollmond nicht schlafen. +++ Heißt das dann "somnambul", oder ist das was vollkommen anderes? +++ Man könnte es googeln. +++ Eisern Union!!! +++ Laura Guidi in der italienischen Deriva-Bar in Neukölln gestern Abend: Tiefenentspannt und bestens gelaunt. Okay, sie nimmt ja zurzeit in Berlin und in London gerade ihr erstes Album auf. Live erinnerte sie mich gestern andauernd irgendwie an Marc Bolan, das mochte vielleicht an ihrer neuen Frisur liegen. +++ So neu ist die nun auch wieder nicht. +++ Donald Trump. +++ Der feine politische Witz liegt mir nicht so...

Überschrift inspired by: Moral Conduct © Nab Mayen, ca. 2015
Überschrift inspired by: Sleepless in Seattle (w/ Tom Hanks, Meg Ryan) © USA, 1993
Lyrics: Signs © La Petite Mort, 1987
Deriva | Mainzer Straße 23 | Berlin-Neukölln
 
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