Not dark yet / Der eiserne Gustav.

Not Dark Yet © Kai von Kröcher, 2016

Not Dark Yet © Kai von Kröcher, 2016

Not Dark Yet © Kai von Kröcher, 2016 (oben)
Ben Dougan (re.) & KvK © Cécile Dupaquier, 2016


















Dachte, diese Besessenheit nimmt sicher wieder ab, statt dessen nimmt diese Besessenheit eindeutig mehr und mehr zu, obwohl uns diese Besessenheit zu einem früheren Zeitpunkt als nicht mehr steigerungsfähig erschien, stelle ich jetzt mit Erstaunen fest, diese Besessenheit um mich herum und damit auch bei mir selbst nimmt mehr und mehr zu. +++ Mein lieber Herr Gesangsverein, in Ben Dougans Haut möchte ich wahrlich nicht stecken, als ich um 7:52 Uhr heute am Morgen, den Kopf aus dem Kopfkissennest gereckt, diesem blechernen Tröpfeln auf dem Schlafzimmerfensterbrett lausche. Gestern Nachmittag noch hatten wir draußen vorm Club um sein Fahrrad herumgestanden und fachmännisch getan: Sieht gut aus, fährt sich aber blöd, meinte er. Wie ein elender Spießbürger kam ich mir vor, als ich ihn vorsichtig fragte, ob er schon weiß, wo er schläft, und er meinte, nö, das wird man dann sehen, erste Station Brandenburg an der Havel. Er hatte sich gestern noch einen Fahrradanhänger gekauft für sein Zelt, das schlägt er dann irgendwo auf: auf der Wiese, im Wald, vor Lidl und Aldi. +++ Fridtjof Nansen war ja auch so 'n Polarforscher; früher hatte ich immer gedacht, ein Friedensnobelpreisträger. Wie Olof Palme. Mehr weiß ich nicht über Fridtjof Nansen, genau genommen weiß ich immer noch nicht einmal, ob die Abschiedsfeier des legendären Restaurants Nansen, Nansenstraße Ecke Maybachufer gegenüber des frisch abgerissenen Cross-Jeans-Outletstores, morgen stattfindet oder am Freitag. Wie ich nur hörte, hätten sie neulich spontan schon mal alle Gläser zerdeppert – aus Jux und aus Dollerei. Und jetzt frage ich mich nicht zu Unrecht, woraus man dann morgen oder am Freitag trinkt – am Ende wird Hardy sich da schon etwas einfallen lassen, sonst wär' er nicht Hardy. +++ Ich warne vor einer Linksfront in Deutschland!!! +++ Freitagabend im Club an unseren Plattenspielern: Nobody & Sinistre O'Bandon, Samstag am Laptop dann SPK/AO, kommt alle! +++ Außer Doofe! +++ Keine Ahnung, wo Ulverston liegt, kann man aber ganz sicher googeln. Dorthin jedenfalls, an das St Mary's Hospiz, gehen die Spenden, die Ben mit der Fahrradtour Berlin-Brighton sammelt: Ihr seid solche Fucker. +++ Um neun heute früh wollte er los, hoffentlich taugt der Bundeswehrparka. +++ Was? +++ Die Bilder heute sehen echt aus wie Rüben; das sehr schöne Künstlerporträt da unten vorm Club: "Ben Dougan and I – if I was Bob Dylan, I would buy myself a gray guitar and play" © Cécile Dupaquier, 2016!

Überschrift inspired by / Bildunterschriften: Not Dark Yet © Bob Dylan, 1997
Überschrift also inspired by: Der eiserne Gustav (Roman) © Hans Fallada, 1938
Buchrückentext aus: Gut laut (Roman) © Andreas Neumeister, 1998
Fridtjof Nansen (*1861, Oslo †1930, Lysaker), Zoologe, Diplomat, Polarforscher, Friedensnobelpreisträger
Mr. Jones © Counting Crows, 1993
St Mary's Hospice, Ulverston/England

Immer die Radfahrer / Race for the Prize.

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark I © Kai von Kröcher, 2016

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark II © Kai von Kröcher, 2016

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark III © Kai von Kröcher, 2016

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark IV © Kai von Kröcher, 2016

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark V © Kai von Kröcher, 2016




























































































Keep off the path, beware of the gate. +++ Was ich zwischendurch wieder völlig vergessen hatte, ich hör ja nur selten zu: Unsere britische Barkeeperlegende geht morgen nicht einfach nur zurück auf die Insel – er fährt auch noch mit dem Rad! Hundert Kilometer am Tag: Landstraße, bergauf, Brise von vorn, nachts schlafen im Zelt. Eine deutsche Militärjacke habe er sich gekauft, das würde schon reichen. +++ Wo ist denn der Eigendorf? +++ Hundert Kilometer am Tag, da will man nicht unbedingt tauschen. +++ Heute Abend im Club: Beware of the Gate. +++ Irgendwie sammelt er Geld mit der Fahrt, ein kleines Hospiz in der Heimat: Britische Pfund Sterling, Deutsche Euro, mehr kann ich nicht sagen. +++ Die glücklichsten Menschen wohnen in Schleswig-Holstein, Bob Dylan geht nicht ans Telefon. +++ Mit dem Fahrrad nach England, das darf ja wohl nicht wahr sein. +++ Ben's Brexit kann man dann auf einem wohltätigen Blog verfolgen – und spenden natürlich auch. Hier ist der Link: Ben Dougan McGill – Biking from Berlin to London. +++ Morgen geht's los, Mustafa checkt im Moment noch das Rad.  

Überschrift inspired by: Immer die Radfahrer (Filmkomödie mit Heinz Erhardt u.a.), D/AT 1958
Überschrift also inspired by: Race For The Prize © The Flaming Lips, 1999
Lyrics: Privat Idaho © The B-52's, 1980
Hospice of St Mary of Furness | Ulverston | England
Lutz Eigendorf (*1956 Brandenburg an der H./DDR †1983 Braunschweig/BRD), Spieler des BFC Dynamo

Brexit / She's filing her nails while they're dragging the lake.

Jahn-Sportpark © Kai von Kröcher, 2016

Der Spion, der mich liebte © Kai von Kröcher, 2016

Prenzlauer Berg © Kai von Kröcher, 2016

























































Selbst der Schnee, mit dessen Räumung die Leute seit Tagen schon wieder nicht hinterherkamen, konnte die Gegend nicht ansehnlicher machen. Die hohen Mietshäuser links und rechts sahen erbärmlich aus. Die Stuckfassaden waren vom Rauch der Kohleöfen geschwärzt, wo nicht nacktes Mauerwerk bleckte. Die Balkone sahen aus, als könnten sie einem jeden Moment auf den Kopf fallen.
+++ Fotosafari gestern zu Fuß, die alte Ecke am Prenzlauer Berg. Ein bisschen November hat sich über das Mielke-Stadion gesenkt; das fühlt sich ganz gut an, ich liebe doch alle. +++ Alle Menschen, wo ist denn der Eigendorf? +++ Vor der Hausnummer 29 bleibe ich stehen. Klingelschild ohne Brille, ich kann die Namen erahnen: Der älteste Freund in Ost-Berlin wohnt tatsächlich noch hier. Die Wohnung kurz für die Ausreise damals verlassen, bald nach der Wende dann wieder zurück. Ich drehe mich um, und ganz ohne Quatsch aus dem Nichts stehen wir uns gegenüber, Auge in Auge, Mann gegen Mann. Gehen ins Café vis-à-vis, setzen uns raus an die Straße. Das fühlt sich sehr schön an, ein trüber Novembersonntagnachmittag. Früher sind wir nachts viel herumgezogen, inzwischen hat er das Deutsche Spionagemuseum Berlin aufgemacht – davon hatte er damals oft schon gesprochen. +++ Eine der hoffnungsvollen Säulen des behutsamen Generationswechsels im Flagshipstore an der Ohlauer Straße: Ben D.-McG. aus Manchester verlässt Berlin nach nur wenigen Monaten Richtung London, will dort nun doch sein Jurastudium beenden. +++ Kann man eventuell nachvollziehen. +++ Heute sein letzter Abend im Club, we see us!

Überschrift inspired by: Brexit – das witzige Wortspiel versteht man. 
Überschrift also inspired by: Watching The Detectives © Elvis Costello, 1977
Bildunterschrift u.a. inspired by: Nobody Does It Better © Carly Simon, 1977
Textauszug aus: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Roman) © Eugen Ruge, 2011
Lutz Eigendorf (*1956 Brandenburg an der Havel †1983 Braunschweig/BRD, Spieler des BFC Dynamo)
Deutsches Spionagemuseum Berlin | Leipziger Platz 9 | Berlin-Mitte

Rückwärts nimmer / Faulheit und Pflichtgefühl.

Time waits for no one (I) © Kai von Kröcher, 2015

Time waits for no one (II) © Kai von Kröcher, 2015














Eben noch lustig, jetzt schon fort. +++ Heute aus Faulheitsgründen zwei unveröffentlichte, ältere Werke, ein nostalgischer Blick rüber zum Alexanderplatz. +++ Mei, war des schee! +++ Die Überschrift gestern, mit dem Fuck you und fuck you so very, very much und so weiter, die hatte ich einfach mal so, Jux/Dollerei, über den Post gesetzt. Weil der Song gerade im Radio lief, und ich kannte den nicht, und ich fand den ganz lustig. +++ Möglicherweise heute wieder mit dem Gaststättenbetreiber himself hinter dem Tresen, der Herbst fordert seinen Tribut. +++ "Sie möchten zum Chef, oder wollen Sie gleich mit jemandem sprechen, der sich auskennt?" +++ Krass. +++ Wegen der Überschrift jedenfalls: In Verbindung mit dem Lattenrost klang das am Ende dann so, als regte ich mich über die Spedition aus. Die Wut des kleinen Mannes, mitnichten. Man kann mir schon einiges vorwerfen; bei verspäteten Lattenrostlieferungen aber, da bleibe ich kühl und entspannt. +++ Das meinte ich auch in den Bilder gestern, in Worte gehüllt klänge das allerdings gutmenschelnd und schwülstig. Wie sagte unser Gemanistiklehrer Kolk damals mal: Hätte Bruckner sich in Worten ausdrücken können, hätte er keine Musik machen müssen. Oder so ähnlich. Matula erzählte mir später, das träfe den Nagel ungefähr auf den Kopf. +++ Äh. +++ Oder wie es beim Zahnquäler meiner Kindheit immer als Wandspruch über dem Wartezimmer hing – tausende Male gelesen: "Bla, bla, bla, schenke Blumen während des Lebens, denn auf den Gräbern sind sie vergebens!" (Und dann ging's immer ans Eingemachte.) +++ Der Lattenrost, ohne Quatsch, ist übrigens grandios: Wieso habe ich jahrelang auf dem Fußboden geschlafen?! +++ Ist es der oder das?

Überschrift inspired by: Erich Honecker, Festansprache zum 40. Jahrestag der DDR, Berlin, 7.10.1989
Überschrift also inspired by: Faulheit und Pflichtgefühl (Roman) © Kai von Kröcher, 2024
Bildunterschriften inspired by: Time Waits for No One © The Rolling Stones, 1974
Lyrics: Schwere See © Element of Crime, 1993

Fuck you (fuck you) / Fuck you very, very much.

Dresden / Braunschweig © Kai von Kröcher, 2011/2012

Dresden / Zehlendorf © Kai von Kröcher, 2011/2013







































Nein, das ist nicht das Ende der Welt / Gestrandet an Leben und Kunst. +++ Während ich auf die Spedition warte, die gestern den Lattenrost anliefern wollte. Während ich also warte, stochere ich nebenbei in Stapeln von Ordnern mit digitalen Fotografien herum, schlage Zeit tot, setze Bilder zusammen. Neu zusammen, siehe dort oben. +++ Vielleicht ist das auch einfach alles nur Scheiße. +++ Kann sein, weiß man aber erst hinterher. +++ Zum Ende unserer Foto-Ausstellung in der Bergmannstraße veranstalten wir übrigens, die Spatzen pfoffen es schon von den Dächern: Finissage am Sonntag, den 30.10., so sieht es mal aus. +++ Breaking News: Jetzt kam gerade der Lattenrost, jetzt bin ich ganz aus dem Konzept. Sehr netter Typ, hat mir das Teil noch mit hochgeschleppt. Auslieferung offiziell nur bis zum Bordstein! +++ Die Bilder heute sollen eine Analogie sein. +++ O Gott, da kriegt man ja eine Gänsehaut! +++ Den letzten Oktobersonntag dann also die Finissage: Super, mit Kaffee und Korn, los geht's schon nachmittags, ab sechzehn Uhr. Für junge Urbane mit Kindern, aber auch Lonely Wolfs! +++ Adresse steht unten. +++ Heute ein Donnerstag im Club mit dem Chef höchstpersönlich – toll.

Überschrift inspired by: F**k You © Lily Allen, 2009
Lyrics: Bitter Sweet © Roxy Music, 1974
Urban Nights | Finissage | Galerie K-Salon | Bergmannstr. 54 | U-Bhf. Südstern | 30.10. ab 16:00 Uhr

Du bist von hinten wie von vorne / Night in my Veins.

Schlafzimmerfenster vs. Fenster zum Hof © Kröcher, 2016

Warnemünde & Tulpen © Kai von Kröcher, 2002/2004







































Worse than a bad boyfriend, I'm a bad artist. +++ Die Einschaltquoten stürzen ins Bodenlose. +++ Keine Experimente. +++ Heute Abend dann also der Loungelord im Club. +++ Aber das stimmt schon, die neuen Fotos von gestern Abend und heute früh passen inhaltlich gut zueinander: Unten der Blick in den Hof, gestern Abend, Stille liegt über der Stadt, der Herbst zeigt seine kalte und feuchte Hundeschnauze. Dem darübergestellt der Blick aus dem Schlafzimmerfenster heute am frühen Morgen: Wie heißt das Gerät, mit dem man im Straßenbau den Untergrund feststampft? Danach minutenlang keine Bierflasche mehr in der Hand halten kann? Presslufthammer-Bernhard, ähnlicher Typ? +++ Dazu zwei ältere Aufnahmen: 1x die Ostsee bei Warnemünde und 1x Tulpen im Küchenfenster, das waren noch Zeiten. +++ Am 3. November haben wir krassen Besuch aus der Freien und Hansestadt, das sei schon verraten: Guenther Krass nämlich liest aus seinem neuen Buch – das ist so neu, dass ich den Titel nicht einmal sagen könnte, hielte man mir ein Küchenmesser unter den Kehlkopf.
     
Überschrift inspired by: A.N.N.A. © Freundeskreis, 1996
Überschrift also inspired by: Night In My Veins © The Pretenders, 1994
Lyrics: Bad Boyfriend © Spector, 2015
Presslufthammer B-B-B-B-Bernhard © Torfrock, 1977

DIN A Testbild / Open Passageways.

Kieswerk Wipshausen / THF © Kai von Kröcher, 2006/11






















Chew up your love then swallow. +++ Ein Wie-wild-um-sich-schlagen, das mit den ewigen Foto-Testreihen (oben): Gegen die Wand rennen, bis der Schädel zerspringt. +++ Immer diese alten Geschichten. +++ Boernd Nützl unter dem Anzug gestern rannte den ganzen Abend halbnackt rum. Ich sagte, er solle sich nicht erkälten. Vom Allstars-Konzert drüben im Posh Teckel jedenfalls bekam ich leider nur noch den Schlussapplaus mit. Ihr Repertoire hatte sich eh auf einen einzigen Song beschränkt: Guns of Brixton, immerhin – die eigentliche Entdeckung aber sei die Chorsängerin gewesen. +++ Im Prinzip funktioniert das Bild oben ganz gut, dabei haben die beiden einzelnen Fotos aber so was von überhaupt nichts miteinander zu tun: Das verschneite auf Kleinbild-Diafilm (gecrosst) am Rande der Südheide, das digitale darunter auf einem Rollfeld im Sommer, Berlin – take care, it's a board! +++ (Zufällig beim Suchen darüber gestolpert.) +++ Der Posh Teckel-Geburtstag dürfte nach fast einer Woche dann heute Abend zu Ende gehen – reicht dann ja auch.     

Überschrift inspired by: Abfall/Garbage © DIN A Testbild, 1979
Überschrift also inspired by / Lyrics: Open Passageways © All Them Witches, 2015 
The Guns of Brixton © The Clash, 1979

October Swimmer / One more Try.

Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2016






















If things should ever turn out wrong. +++ Had no idea this was a neil diamond song. +++ Sorry to say this but this cover sucks ass compared to the original. Singing is shit and the guitar playing has no emotion. +++ God bless Canada. +++ it's the Pixies dude, guitar playing ALWAYS has emotion ;) +++ Getting chills. Neil's version never did that !! +++ KIM DEAL IS SO CUTE +++ Best cover of a Neil Young song that I've ever heard. +++ For me THE best Neil Young cover is On The Beach by the Walkabouts. +++ Musical preference is opinion, so there is no right or wrong. +++ Neil Young, not Diamond. Get off the crack mate. +++ Best cover done of any song in the existence of music. +++ Its not an original, its a cover. +++ 1984 ungefähr, da war ich das zweite oder dritte Mal in Ost-Berlin. Wir kamen vom Bahnhof Friedrichstraße und wollten zum Alexanderplatz: Weil, das war das einzige, was wir dem Namen nach kannten. Ein Privattaxifahrer meinte, Alexanderplatz wäre Mythos, in Wirklichkeit total öde. Wenn wir Lust hätten, würde er uns aber zum SEZ rüberfahren. +++ Wir sind dann zu Fuß weiter, und was ich eigentlich sagen wollte: Von einem Moment auf den anderen stand plötzlich und riesengroß der Berliner Dom direkt vor uns, den kannte ich gar nicht, von der Luftverschmutzung ganz schwarz. Einen Sekundenbruchteil lang dachte ich, jetzt sind wir in einer versunkenen Welt gelandet. +++ Übermorgen dann Loungelord. 

Überschrift inspired by: October Swimmer © JJ 72, 2000
Überschrift also inspired by: One More Try © George Michael, 1987
Lyrics: Winterlong © Pixies, 1990 (Cover)

Our Past, our Future / 24 Hours from Tulsa.

Kreuzberg (und Mitte) © Kai von Kröcher, 2016

Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2016

Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2016

Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2016




It's so different today, I hear ev'ry mother say. +++ Ist noch ein langer Weg in die Horizontale: alles noch Kraut und Rüben. +++ Die weißen Tauben sind müde. +++ Der Künstler zeigt eine verstörende Welt, in der man nicht leben will. +++ »Schöneberg is a great place to live ...« (Iggy Pop, 1991) +++ Warum sieht das hier heute so scheiße aus? +++ »... when you're a dog.« +++ Welcher verdammte Ian? +++ Ich verstehe das nicht. +++ Mittwochabend im Club: Loungelord.

Überschrift inspired by: Our Past © Hundreds, 2014
Überschrift also inspired by: 24 Hours From Tulsa © The Waltons, 1989 (Cover)
Lyrics: Mother's Little Helper © The Rolling Stones, 1966
Die weißen Tauben sind müde © Hans Hartz, 1982
High Fidelity (Roman) © Nick Hornby, 1995

Leisure Suit Larry / Torwand aus Beton.

Ghetto, unten und oben © Kai von Kröcher © 2016





















He had the same kinda farmer's face, said he'd come from some place called Hazzard, Tennessee. +++ Das war jetzt mal ein epischer Traum, heute früh – ein ethischer Traum, sozusagen. +++ Horror. +++ Im Traum jedenfalls lief mir ›der alte Chinese‹ über den Weg, der hatte sein kleines Restaurant einst über die Brücke. Insider erinnern sich. ›Der alte Chinese‹ in meinem Traum jedenfalls stieg gerade ins Katzenmilchbusiness ein. Stolz zeigte er mir seinen Prototyp, einen Käfig aus Draht, nicht mal ein Drittel so groß wie ein elender Schuhkarton. Da passte grad mal so eben ein junges Kätzchen hinein. Das Besondere an dem Käfig war eine Apparatur zum Anzapfen, eine Melkmaschine für kleine Katzen. +++ Dann tauchte auch noch der Sohn von Abramowitsch auf, als Übersetzer. Obwohl ›der alte Chinese‹ doch ganz normal Deutsch sprach. +++ Die Überschriften ergeben jetzt allerdings keinen Sinn mehr, auf die war ich schon gestern Mittag bei einem Bummel durchs Waschbetonviertel gekommen. Und Larry, das ist dann noch einmal eine ganz andere Geschichte. +++ Aber egal. +++ Die Textzeile übrigens fiel mir tatsächlich im Traum ein, und noch im Traum fand ich, sie passte. Eingefallen ist sie natürlich Mike Scott, wenn ich nicht irre, aber sie passte zum ›alten Chinesen‹. +++ Aber egal. +++ Gestern im Waschbetonviertel kam mir außerdem dieser komische Einfall, die Doppelbelichtung auch einmal horizontal auszuprobieren. Funktioniert noch nicht so hundertprozentig.

Überschrift inspired by: Leisure Suit Larry in the ... (Computerspiel), © Al Lowe, 1987
Überschrift also inspired by: Hinterhofspielplatz zwischen Ritterstraße und Wassertorplatz
Lyrics: Red Army Blues © The Waterboys, 1984

Whatever happened to / Wegen der großen Nachfrage.

Urban Nights, Ausstellungseröffnung © Wolfgang Siesing, 2016















Ist es das, was ihr wollt / Ist es das, was ihr liebt. +++ Emerson Fittipaldi hat das früher nämlich auch immer so gemacht: Wenn er keine Lust mehr hatte auf seinen McLaren, des Formel-1-Zirkus' müde, da hat er sich dann im Internet einen Honda Civic geholt, mit dem fuhr er dann mehrere Tage lang rum. +++ "Geholt" sagt man ja nicht, sagt Helmut Schmidt, das ist prollig. +++ Harald Schmidt, meine ich natürlich. Ich find' den ja doof; weiß auch nicht, warum. Was macht der jetzt eigentlich? +++ Das heute da oben jedenfalls ist das einzige Foto, das ich von unserer Ausstellungseröffnung bisher gesehen habe. Ich selbst wollte ja auch erst meine Pocketkamera mitnehmen, doch dann plötzlich hatte ich keine Lust mehr. Und seit ich die Pocketkamera mir für gar nicht so wenig im Internet geholt hatte, fotografiere ich eh wieder viel lieber mit meiner Spiegelreflex. +++ Das hört sich gleich immer so professionell an, da verstehen die Leute nur Bahnhof: Spiegelreflex. +++ Fittipaldi damals jedenfalls hatte nach ungefähr einer Woche auch immer schon keinen Bock mehr auf den Honda und ist wieder zurück auf den Lotus. +++ War das nicht eben gerade noch ein McLaren? Ist die Geschichte denn auch wirklich wahr? +++ Was ich eigentlich sagen wollte: Die Ausstellungseröffnung am Samstag war bestens besucht, Resonanz gut wie Öl. Trotzdem hatten doch viele Geladene kurzfristig absagen müssen, waren im Urlaub, krank, saßen im Knast. Deshalb verrate ich jetzt inoffiziell, es wird wohl ein Zusatzkonzert geben. In diesem Fall: Finissage, wahrscheinlich dann Ende Oktober. Das bleibt aber unter uns, die Verhandlungen laufen +++ Vor wenigen Tagen erst war eine junge Frau die Straße hinunter an mir vorbeigefahren. Ich hatte mich nach ihr umgedreht und gedacht, sieht ja toll aus: ein original Honda Civic, hellblaumetallic, Chrom, mehr als genug, H-Kennzeichen zwischen den Rücklichtern. Dem Aussehen nach Sechsundsiebzig. Falls es den Civic damals schon gab, keine Ahnung. +++ Apropos 'H-Kennzeichen', jetzt mal zum Schluss: Kurz vor dem Aufwachen eben gerade träumte ich, ich sei 130 Jahre alt. Und noch im Traum dachte ich, puh, da ist jetzt aber nicht mehr viel Luft, jetzt solltest du aber langsam mal etwas anfangen! +++ Das Bild oben heute von: Wolfgang Siesing.

Überschrift inspired by: Whatever Happened to Corey Haim © The Thrills, 2004
Überschrift also inspired by: Aber bitte mit Sahne II – Seine großen Erfolge © Udo Jürgens, 1998
Lyrics: Lang lebe der Tod © Casper feat. Blixa Bargeld, Dagobert, 2016

Either Side of the Same Town / Josef hadert.

Tag der Einheit, Fraenkelufer am Morgen © Kai von Kröcher, 2016


















... und das Herz wird dir schwer, weil das Licht auf der Treppe nicht geht. +++ Prinzipiell schade irgendwie, dass der Ruhm nun doch erst so spät kommt. Urban Nights-Ausstellungseröffnung, vorgestern Abend. Das Ding mit dem Beautiful House und dem Beautiful Wife – letzten Endes aber eh nur was für Spießer. +++ Die Ausstellung jedenfalls läuft noch bis 2. November. Geöffnet immer so ungefähr von mittags bis vier: Habe mir all die Gesichter gemerkt, die Samstag nicht da waren. +++ Ein wahrlich sehr schöner Abend – selbst schuld, wer nicht da war. +++ Das Bild oben, von heute früh: Helmut Kohl auf dem Weg zur Einheit.  

Überschrift inspired by: Either Side of the Same Town © Elvis Costello, 2004
Überschrift also inspired by: Aufschneider © David Schalko (u.a. Regie)/Josef Hader (Drehbuch), AT 2010
Lyrics: Wenn der Winter kommt © Element of Crime, 2005
Tag der deutschen Einheit | 3. Oktober 1990 – 3. Oktober 2016
Once in a Lifetime © Talking Heads, 1980
Galerie K-Salon | Bergmannstr. 54 | 1000 Berlin 61 | Mo - Fr, 12:00 - 16:00 Uhr (ohne Gewähr)
 
Clicky Web Analytics