Aufgrund mentaler Wartungsarbeiten hier vorübergehend keine Notizen aus Society, Sexhaben, Sport und Kultur.Foto: KvK © Ugur Yildirim, 2011
berlin ohlauer straße 31 kreuzberg
Samstag, 29. Oktober 2011 //
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Kai von Kröcher //
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Aufgrund mentaler Wartungsarbeiten hier vorübergehend keine Notizen aus Society, Sexhaben, Sport und Kultur.
Mittwoch, 26. Oktober 2011 //
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Aldridge heute Abend fällt aus. Besuch von der Mutter. Das hätten die Sex Pistols damals mal bringen sollen. +++ Nächsten Dienstag um 14:00 Uhr erster Termin Alfred Himmelweiss. Das Geld könnte ich alternativ auch in den Ofen stecken. +++ Das Lokal ist leer. Tische stehen draußen. Stühle auch, und es regnet. Ich sitze hier. +++ Am Nachbartisch im Lokal: "König der Löwen ist das beste Musical!!! Kennste nicht??? Musste unbedingt sehen!!!" +++ Heute im Fernsehen: Deutschland gegen Schweden (Frauen), 17:50 Uhr, ARD +++ Samstag im Club: IM Sound – eine disziplinierte Veranstaltung.
Dienstag, 25. Oktober 2011 //
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Seele frisst Zigaretten. +++ Im Abstand von Jahren krame ich immer mal wieder Paul Westerberg hervor, sein dunkles Geheimnis am Ende vielleicht doch noch zu ergründen: 14 Songs – im Herbst '94 etwa gekauft, kriege ich jetzt bestimmt wieder eins auf den Deckel: Paul Westerberg als Songschreiber für mich ist aber sowas von komplett überschätzt. Keine Ahnung, woher diese allgemeine Heldenverehrung für Westerberg rührt. +++ Gestern beim Rauchen den Studienfreund getroffen. "Der Studienfreund" trifft die Sache genau auf den Punkt: In Dahlem und Lankwitz gerade mal exakt drei Menschen mit Namen gekannt, und noch heute kann ich die Namen von damals im Schlaf runterbeten. Bei drei Leuten auch gar nicht so schwierig – wie Memory mit drei Bildpaaren: eine lösbare Aufgabe. +++ Obwohl; eine weitere Kommilitonin hieß Erdmann, das habe ich mir auch merken können: Erdmann mit Vornamen. Sie trug weiße Jeans und zog Jahre danach in die Wohnung des Russen, was vollkommener Zufall war: Paul-Lincke-Ufer 25A, vielleicht wohnt sie noch da. +++ Egal. +++ Der Studienfreund jedenfalls empfahl mir Hypnose. Hypnose bei Alfred Himmelweiss, da hab ich eben mal angerufen und warte jetzt auf einen Termin. Hypnose gegen das Rauchen. Alternativ übrigens auch: Hypnose gegen den Burn-out, Hypnose bei Liebeskummer. +++ DJ Aldridge, morgen, der mit dem Laptop in einen rechtsfreien Raum vorstoßen wird. Gruß an den Kumpel vom Dicken: Stelle Fallen, stell' sie allen – nur den Jäger lass in Ruh’! +++ Werde das erst einmal mit dem Rauchen auschecken. Liebeskummer und Rauchen sind eh eine Soße.
Montag, 24. Oktober 2011 //
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Der Zeit wieder voraus gewesen: Das Unglück in Lengede war gar nicht gestern. Das Unglück war heute. Am 24. Oktober 1963. So hat auch der Russe erst heute Geburtstag: Alles Gute, Du Eremit! +++ Beim Jackal am Samstag kam dann auch endlich mal wieder ein Kumpel vom Dicken vorbei. Ein Kumpel vom Dicken vom Ordnungsamt. Freunde vom Dicken vom Ordnungsamt sind gewissermaßen auch meine Freunde. Mi casa es su casa: Wir hätten keine Erlaubnis, Musik von Platten abspielen zu lassen; da käme noch eine Anzeige nach. +++ Aber der Schacht hieß Mathilde, so viel steht fest. Oder doch eher Mathilda? +++ Michaela? Minki? Marlene? +++ Am Mittwoch im Club: DJ Aldridge (mit Laptop). +++ Stay tuned, as we germans say! +++ Mathilde?
Sonntag, 23. Oktober 2011 //
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Donnerstag, 20. Oktober 2011 //
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Wie ich diese Privilegien hasse: Als einzig Außenstehender darf ich im Café unten am Dingensplatz sitzen bleiben und bloggen. Geschlossene Gesellschaft wegen Mitarbeiterinnenversammlung: Fristlos gefeuert wird, äh, das nehme ich besser mit in mein Grab. +++ Samstagabend im Club: DJ The Jackal. +++ Heute: DJ Oro. +++ So. Mehr fällt mir nicht ein: Taschen voll, Kopf leer!
Dienstag, 18. Oktober 2011 //
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Oft muss ich dieser Tage an Regisseur Bastian Günther denken. Günther hatte sich einmal, im Sommer vom vorletzten Jahr, über ein junges Ding echauffiert, das, offensichtlich frisch zugezogen, ihren offensichtlichen Eltern beim Isabel an der Grimmpromenade altersweise erklärte, dass es dort "das beste Eis der Stadt" gebe. +++ Im aktuellen Stadtmagazin Tip, in der siebenhundertsten Titelgeschichte über den Szenebezirk Kreuzberg ("Der Lieblingsplatz von Käpt’n Kotti und 25 weitere Empfehlungen"), ist jetzt endlich zu lesen, dass es laut Stefania Palumbo "den besten Espresso in der Stadt" im Primo Maggio in der Graefestraße gibt, Murat Dogan im Doyum Grill, Admiralstraße, "den besten Adana Kebap der Stadt" isst – und Flo Locke im Salon Sucré "die besten Croissants und Quiche Lorraines der ganzen Stadt". +++ Wieso hat eigentlich niemand meinen katastrophalen Fauxpas vom Samstag bemerkt: club47, nanü?! +++ Den "besten Burger der Stadt", wie wir ja wissen, gibt es im Room77 in der Graefestraße 77, und den hatte, das weiß heute kaum einer mehr, mein texanischer Freund Johnny Ca hier in Kreuzberg eingeführt. Das soll aber nur angemerkt sein, um den Bogen zu spannen zu meinem geilomäßigen Foto, das mir vor wenigen Tagen noch einmal in die Hände fiel: Johnny Ca mit der definitiv nicht "besten Band der Stadt", Maroon, Anfang der 2000er Jahre Köpenicker Straße, Ecke Schillingbrücke. +++ Greta G. heute alles Gute zum Geburtstag: "Endlich kein Teenie mehr!" +++ Samstag im Club der, und das ausnahmsweise verifiziert, beste DJ der Stadt: The Jackal in da Haus! Donnerstagabend Tom Oro – für die Blumen, checkt dit Ding aus! +++ Bauhaus-Mitarbeiterin des Monats wieder einmal: R. Horn, für mich beste Bauhaus-Mitarbeiterin der Welt! +++ Immer um zwölf Uhr Mittags klingelt es an der Haustür. Ich drücke den Summer, und die Stimme ruft "Pohost"! Heute rief niemand Post, heute standen zwei Herren vor meiner Tür – mit Dienstmarke und dem lang ersehnten Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Gera. Bargeld hatte ich keins zur Hand und meinte, ich dachte, das wär' längst verjährt. "Sowas verjährt nicht", meinte der eine Beamte. Ich sagte: "Moment, meine Jeans kommt direkt aus der Waschmaschine, ich zieh mir mal lieber eine trockene an", und dann fuhren sie mich mit der Grünen Minna (die Gott sei Dank nur ein November-farbener VW Touran war) rüber zum Club, wo ich die Kasse plünderte. Unterwegs plauderten wir ein wenig über den FC Bayern und darüber, dass man in meinem Falle die Fahrtkosten zum Knast hätte selbst übernehmen müssen, während die ursprünglichen 30 € mit einem Tag hinter Gittern abgebrummt wären. Ich fragte, ob man als Mörder die Fahrt auch selber bezahlen müsse, aber sie meinten, in dem Falle sei das etwas anderes. +++ Das Doyum ist übrigens auch mein Lieblingsgrillladen!
Samstag, 15. Oktober 2011 //
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I’m just a waste of her energy / And she’s just a waste of my time. +++ So in etwa lautete das Motto unserer Liebe; der Mörtel, der unsere Beziehung zusammen hielt. Am Donnerstag feierte sie runden Geburtstag, und da ich mich die Tage offline umher treiben ließ, mein Glückwunsch eben jetzt und hier nachträglich: Leevet Nicollsche, et hät noch immer allet jot jejange! +++ Oder so. +++ Gestern Abend, der erste Mensch betritt den club49: Typ Morrissey-Fan, etwa Mitte Dreißig, steckt ganz schüchtern seinen Kopf zur Tür herein: "Entschuldigung, ich möchte Sie mal was fragen." – "Okay?" – "Könnten Sie mir eine Zigarette geben?" – "Hier." – "Oh, danke." (Geht. – Kommt wieder rein) "Mein Vater ist da drüben (zeigt in Richtung Wowsville); der wird sich aber ärgern!" – "?" – "Weil ich keine Schuhe anhab." (Geht. – Kommt wieder rein): "Vielen Dank!" +++ Gestern Nacht übrigens: Bodenfrost. +++ Krass. +++ In echt sah Nicole übrigens ganz und gar nicht aus wie Cruella de Vil von den 101 Dalmatinern. Sie war nur ein sehr diszipliniertes Modell – Wachs in den Händen des Künstlers...! +++ Äh, P.S.: Das oben sollte natürlich nur ein Scherz sein. Weil Jack Johnson gerade lief, als ich den Schrott hier schrieb. Nicht, dass es wieder heißt: "Dieses cholerische Riesenarschloch vom Siebenundvierzigsten!" +++ Spaß muss sein?!
Mittwoch, 12. Oktober 2011 //
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Oft wundere ich mich, weshalb ich mich finanziell ständig am Abgrund bewege. Obwohl ich ein geiler Typ bin und ein gewiefter Geschäftsmann. Manchmal allerdings wundere ich mich nicht: Vorgestern an Kaiser’s Fleischtheke am Kotti ließ ich mir eine Scheibe Kochschinken für meine home made Lieblingspasta abschneiden. "Hm, ja, so fingerdick in etwa", murmelte ich, bedächtig den Kopf zur Seite neigend. Diese eine verfackte Scheibe brachte dann immerhin 8,51 € auf die Waage, und mit dem immer freundlichen Wurstwarenverkäufer feixte ich mir augenzwinkernd einen ins Fäustchen. +++ Da hat es der Monsieur doch wieder einmal geschafft: In einer gemeinsamen Pressemitteilung lassen club49 und Marlene verlautbaren, dass sie sich per SMS und mit sofortiger Wirkung getrennt haben – aber weiterhin Facebook-Freunde bleiben. Den Futschi werde ich kalt stellen, bis wir uns wiedersehen – und freue mich und wünsche Dir alles Gute! +++ Herz alle, Konto leer, das letzte Geld, Wohnungstür. Treppenhaus, Straßenlicht, verloren gehen, bleich im Gesicht – ein letzter Gruß von der Theke. +++ Lösungsansatz in puncto Finanzkrise: Schwedinnen. +++ Niemand im Club gestern wollte aufs Maul, und so gewann Deutschland unter Ausschluss der Öffentlichkeit 3:1 gegen Belgien. +++ ... and the darkest hour is just before dawn.
Dienstag, 11. Oktober 2011 //
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Samstag, 8. Oktober 2011 //
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Im Herbst 2001 nahm ich an einer Fotomesse an der Kantstraße teil, für die speziell ich einen Katalog drucken ließ. Zum Abschluss der Messe kam mich ein uralter Kumpel besuchen, dessen Gedankengänge sich mir mit den Jahren immer und immer mehr verschlossen. Als die Messe endlich vorbei war, und alle grad ihre Stände abbauten, stand ich da mittendrin mit immer noch weit über 400 Katalogen in der sich leerenden Halle. Da nahm mich mein Kumpel beiseite und sprach: "Ey, Kröch, sag mal: Was machst'n jetzt damit? Kannste die zurückgeben?!" +++ Heute Abend, 22:00 Uhr: Heidi und der DJ Kröch – Breaking all the Rules Tour 2011. +++ Auch Fil hatte 2001 etwas drucken lassen: Larry Potter – Zauberei ist nicht alles. Und obwohl Larry Potter echt gute Tricks drauf hatte, von denen wir anderen Jungs nur träumen durften, lagen auch Larrys Abenteuer anscheinend wie Blei im Regal. Fil aber, nicht blöd, ließ die Reste der ersten Auflage einfach kartonweise am Donnerstag vor dem Festsaal verschenken. +++ Heidi lag heute früh mit einer Grateful Dead-Biografie in den Federn, um sich mental schon mal auf unseren Abend im Club einzugrooven: Take no Prisoners! +++ Stark: Auch ich verschenke 1 Original-Exemplar Larry Potter – Zauberei ist nicht alles. Morgen früh im Hotel, checkt es aus. +++ Apropos: Schnutikowski, welcome back in old Frontstadt!
Mittwoch, 5. Oktober 2011 //
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Zwei Jahre, nachdem ihre Mutter und ich sich getrennt hatten, ging ich noch immer am Stock. Und das, obwohl ich mich von ihr getrennt hatte: +++ Greta war als Kind schon Didi & Stulle-Fan – auf dem Bild sitzt sie in meinem Sessel am Prenzlauer Berg und liest in Band eins: Didi & Stulle – Einen drin. Morgen gehen wir zwei zur Comic-Release-Party im Festsaal: Fil präsentiert seinen Band 10: Didi & Stulle bei den Olympischen Spielen. Checkt dit Ding aus! +++ Freitagabend the Return of Marlene – mit DJ die Säge. +++ Some things hurt more much more than cars and girls – aber was, bitte schön?! +++