Waslawska / The Movie.

Peinlich, wenn man selber über seine eigenen Witze lacht: Im Internet vorhin fand ich meine Memoiren zu den Dreharbeiten zu "Waslawska" in Cannes seinerzeit. Geschrieben 2007, kurz vor der Fertigstellung des Films - nach fast zehn Jahren:

Die Dreharbeiten zu Waslawska? Mein erster Film als Schauspieler. Und bisher auch mein letzter. Lange her. Um nicht den Spruch zu bemühen, wer sich daran erinnern kann, ist nicht dabei gewesen.

Côte d´Azur - schon einigermaßen warm damals im Mai vor acht Jahren, erst recht wenn man mit Perücke und ohne Drehbuch tagelang planlos durch Cannes laufen muss: Morgens immer erst einmal in den eiskalten Pool der "Villa Jasmina“, unserem Domizil in den Bergen oberhalb Cannes'. Sowas hilft Wunder gegen den Kater. Dann in den VW-Bus wie eine Drückerkolonne, um sich anschließend in der Stadt zum Affen zu machen. Im Nachhinein eine verklärt schöne Zeit - während der Dreharbeiten der totale Scheiß.

Es hat mindestens zwei Momente gegeben, wo das Projekt böse zu kippen drohte. Da hätte Alex (Oktav) um ein Haar alles hingeschmissen. Oder Ralph Meiling auf die Schnauze gehauen. Oder beides. Aus verschiedenen Gründen: Einmal hatte er die Nacht zuvor dermaßen gebechert, dass wir morgens dachten, er sei tot. Er musste dann durch die Straßen getrieben werden wie ein armer Ackergaul, bis ihm schließlich der Kragen platzte. Das andere Mal war die Regie-Anweisung, in seiner albernen Verkleidung und mit einem albernen Englisch zu versuchen, an den Türstehern vorbei auf eine VIP-Filmparty zu gelangen, wobei er sich vollkommen gedemütigt gefühlt haben muss. Da hätte er Ralph Meiling wieder fast auf die Schnauze gehauen.

Ralph und sein Bruder, unser Produzent, hätten sich gleich in der zweiten Nacht auch beinah auf die Schnauze gehauen. Da war ihnen gerade klar geworden, welch debile Aktion es gewesen war, mit nicht mehr als einer einzigen Idee, aber einem Team von neun Leuten plus Hund und einem Kofferraum voll Dosenbier knapp 2.000 Kilometer weit zu reisen, um einen No-Budget-Film zu drehen. Sie saßen am Pool und schrieen sich stundenlang an, während wir anderen uns kleinlaut verkrümelten und Tischtennis spielten.

Was mir sonst noch so einfällt? Alf S., unser Spezial-Effekte-Mann, hat ständig den Hund verprügelt. Oder ihn in den Pool geworfen, was wir stillschweigend verurteilten. Dafür hat er mir aber mal den Schuh repariert, was er wohl besser drauf hatte, als Rauch zu machen, denn einmal wären wir beinah alle auf offener See erstickt.

Unser Kostümbildner und Koch Thomas Schulz: Haha, dachten wir einmal, das sieht ja voll aus wie Sheeba, was wir da essen! Haha, toller Witz - bis dann irgendwer leere Katzenfutterdosen im Mülleimer fand.

Die transsexuelle Maskenbildnerin Francesca aus N.Y.C. machte sich unsterblich, als sie in einem piekfeinen Nobelrestaurant in Cannes oder Monte Carlo plötzlich vollbreit auf den Stuhl stieg, ihren Rock hob und in den Raum hinein brüllte,"ihr glaubt doch alle, ich habe einen Schwanz!!!“ Sie hatte keinen. Auf der Rückfahrt kotzte sie in die Lüftungsschlitze des alten Golfs - danach wollte keiner mehr damit fahren.

Tonmann Andreas hielt sich die meiste Zeit still im Hintergrund. Ich glaube, er hätte lieber weiter an seinem Haus gebaut, als zehn Tage lang mit kostümierten Laiendarstellern durch die brütende Mittagshitze zu laufen und Katzenfutter zu essen.

Zu Uwe (Marek) fällt mir nur noch ein, dass sein waslawskanischer Wortschatz aus einem einzigen Wort zu bestehen schien und dass er einmal einen Monolog über Tom Jones gehalten hat.

Na, jedenfalls ist jetzt, im Herbst 2007, etwas passiert, wo besonders Alex und ich immer drauf gehofft hatten, was aber niemand mehr für möglich gehalten hat:

Ralph Meiling glaubt plötzlich wieder an diesen größten Schrottfilm aller Zeiten und jetzt hat er sich endlich in einer Art von Wahn auf die mehr als siebzehn Stunden Rohmaterial gestürzt und "Waslawska“ zusammen mit der Choreographin Stefanie Schröder geschnitten. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Kai von Kröcher (alias Pavel Zynklawski)

P.S.: Wer irgendwann Nachts einmal das komplette Badezimmer der "Villa Jasmina“ voll gereihert hat, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Ich aber, das schwöre ich, war es jedenfalls nicht.

"Waslawska". Heute als Stummfilm zu sehen im club49. Checkt es aus.


Foto: Mario © Sabine Steinort, 2010


Waslawska / Laser-Show.

Mist, die Bierfahrer kommen gleich. Nur ganz kurz: Zur Laser-Show morgen gibt's als Stummfilm-Support den Kult-Klassiker "Waslawska" von Kult-Regisseur Ralph Meiling. Heute im Club: IM Sound.


Wer heute lieber zu Hause bleiben will:

23:55 RTL II
"Bruce Lee - Die Todeskralle schlägt wieder zu"








Foto: Waslawska, der Film © Promo, 1999

Eisbrecher / Hey, ho, let's go.

Ein Blog-Post ohne Scheiß-Fotos heute. Während auf dem Kanal unten Schulkinder einen Schneemann bauen. Bevor sie einbrechen. War letzte Nacht auch kurz mal drauf, traute dem Braten aber nicht. Am Samstag also die schon kontrovers besprochene junge Frau DJ Laser am Plattenteller. Checkt es aus. Morgen Abend IM Sound. Mit neuem Sound.

Freitag, 20:15 Uhr, mdr:
"Die Flippers - das Beste aus 40 Jahren"





Grafik: DJ Laser © Kathrin Laser

Heiß und kalt / Schwarz zu Blau.

Guten Morgen, Berlin, du kannst so hässlich sein: Da kam es ja zu regelrechten Ausschreitungen in den Kommentaren zum SunGay-Post weiter unten. Zur Beruhigung der Gemüter mal ein Handyfoto vom Urbanhafen. Als ich gestern zu Hasso von Hugos Maskenbildnerschule aufbrach, wo mir Olivia ein neues Gesicht verpassen sollte, sah der Landwehrkanal aus wie früher in meinen Kinderbüchern. Fehlte nur noch der Maronenverkäufer. Insgesamt aber ist im Moment wenig los auf dem Eis. Entweder haben die alle plötzlich einen Job - oder es ist einfach zu kalt. Heiß dagegen wird es am Samstag, wenn - Blogspot.com berichtete - DJane Laser ein bisschen punkiges Vinyl auflegt. Freitag bereits checkt IM Sound die Lage im Club.

Handyfoto: Urbanhafen © KvK, 2010

Laser Girl /SunGay.

Vorletzten Sonntag gab es ein merkwürdiges Phänomen zu beobachten. Der Club war gefüllt ausschließlich mit Männern. Das Wort von "Kais Sungay" machte die Runde. Um 23:29 Uhr dann aber betrat doch noch die erste Frau den Raum - da war ich schon weg. Am Nachmittag, Köln verlor grade knapp 2:3 gegen Dortmund, hatte es auch schon kurz Damenbesuch gegeben: Da kam die junge Kathrin L. nach zwei Jahren New York City zurück nach Berlin und trank beim gemütlichen Kröchi ein Gläschen Weißwein-Schorle. Kommenden Samstag Abend legt sie dann auf. DJ Laser im club49. Punk und Rock'n'Roll. Checkt es aus.

Handyfoto: Kais Sungay © KvK, 2010

Ostkreuz / Blaue Stunde.

Als ich Freitag von der Druckerei kam, hab ich noch schnell ein Bild vom alten Ostkreuz gemacht. Das gibt's ja bald nicht mehr. Jedenfalls nicht so. Schweinekalt war's da. Osten eben.












Foto: Ostkreuz © KvK, 2010

Schön / - 15,5°C.

War schön grad eben heute Nacht. Alle mal im Club getroffen. Alle auf einem Haufen und alle jut druff. Sabine-Sabine immer noch irgendwie mit Kopftuch, Mario (der ganz souverän arbeiten musste), Michi, die eine Wette gegen mich verlor ohne es zu wissen, und sogar Dany, die man hier sehr schön auf dem Foto sieht. Und ich natürlich himself. Auch jut druff. Warm ums Herz. Oder, wie man so sagt: Checkt es aus.







Foto: club49 © KvK, 2010

- 14°C / Feinripp.

Neulich bei offenem Fenster geschlafen, weil ich bei eiskalter Winterluft immer so wunderschön einschlummern kann. Resultat eine Unterkühlung mit Fieber. Donnerstag Abend im Club dann wahrscheinlich der einzige gewesen, der sich den Arsch ab fror - die Scheiben waren von innen beschlagen und Cartoonist Meiling zog sich bis aufs Unterhemd aus. Vielleicht lag's aber auch einfach nur an der heißen Musik von Burning Nerves. Checkt es aus. Heute Nachmittag Fußball. Expertenrunde. Im Club. Mit "ö".


Handyfoto: Cartoonist Meiling im Club © KvK, 2010

Tauben / Lonely at the Top.

Leider bin ich noch immer nicht hinter das Geheimnis gekommen, wie man von meinem neuen, alten Handy Fotos per Bluetooth aufs Laptop lädt. Schade, schade. Von daher wieder nur Archivmaterial. Tauben. Aus irgendeinem Grund ist gewöhnlichen Straßentauben der Zugang zu meinem Hof verboten. Seit Jahren lebt hier einzig und allein ein versnobtes Pärchen sogenannter Türkentauben. Im Zuge des Dauerfrosts sind es mehr geworden und aus irgendeinem Grund sitzen sie jetzt immer in den Ästen ganz oben. Ob es da wärmer ist? Fußballfreunden wird das egal sein. Die kommen morgen ab 15:30 Uhr zur Expertenrunde. Unter anderem mit Bremen-Bayern, Bochum-Schalke und Hertha-Gladbach. Sonntag Nachmittag machen wir betriebsinternes Cocktailtrinken mit Victor - da fällt Fußball aus. Denkt drüber nach!

Foto: Tauben © KvK, 2010

Burning / Nerves.

Heute Abend DJ Burning Nerves im Club. IM Sound am Samstag ist verschoben.














Foto: Sewanstraße © KvK, 2009

Im club49 / Meiling mailt.

Jahrelang hatte Ralph Meiling verheimlicht, dass er ganz nebenbei auch Cartoonist ist. Jetzt mailte er einen Link zu seiner Seite. Die meisten Zeichnungen spielen im Bioladen, am Kollwitzplatz oder auf der Oranienburger. Viele schmutzige dabei, und wenn ihr euch gut benehmt und immer schön brav euer sauer Verdientes in den Club tragt, werde ich hier auch mal welche von unterhalb der Gürtellinie veröffentlichen. Bis dahin müsst ihr erstmal mit dem Kai-Witz hier vorliebnehmen. Kai heute übrigens live an den Zapfhähnen. Checkt es aus.

Cartoon: Im club49 © Ralph Meiling, 2010

Dick / ... und Doof.

Kommt ein Typ in den Club und fragt, ob ich der Chef bin. Er sei der Bruder von Mustafa nebenan. Bräuchte Kohle, weil, Mustafa wäre gerade unterwegs und es käm grad irgendeine Lieferung. Ich gebe ihm 120 Euro und gehe kurz danach zu Mustafa rüber: Der hat gar keinen Bruder. Die Beamten später meinten, ich sei da wohl 'etwas dumm' gewesen. Donnerstag dann DJ Burning Nerves im Club. Checkt es aus.


Foto: Winter in Hangelsberg © KvK, 2010
 
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